aufbau-und-funktion-der-kupplung-280x158 Aufbau und Funktion der Kupplung

Die Kupplung verbindet zwei Wellen: die Kurbelwelle des Motors und die Getriebewelle (Foto: vision.si / depositphotos.com)

Das Fahrzeug selbst zu kuppeln und von einem Gang in den nächsten zu schalten, statt dieses der Automatik zu überlassen, das gehört für etliche Autofahrer einfach zum Fahren dazu. In der Regel werden Fahrzeuge mit Einscheibentrockenkupplungen ausgerüstet. Die Kupplung besteht aus mehreren Kfz-Teilen wie unter anderem der Kupplungsscheibe, Federn und der Kupplungsdruckplatte.

Die Kupplung: Kfz-Teile vom Motor zum Getriebe

Die Kurbelwelle ist zum Motor hin starr mit der Schwungscheibe verbunden. Eine mit ringförmigem Reibbelag versehene Kupplungsscheibe findet sich in der Regel zwischen Motorschwungscheibe und einer sich mitdrehenden Topfscheibe. Eine Membranfeder presst dabei die Topfscheibe gegen die Schwungscheibe. Über eine Zahnkupplung ist die Kupplungsscheibe zusätzlich auch mit der Getriebewelle verbunden. Außerdem gehört noch ein Ausrückring zur funktionsfähigen Kupplung. Die Kupplungsscheibe ist ein zentrales Kfz-Teil des gesamten Kupplungssystems. Sie verbindet und trennt den Verbrennungsmotor und den Antriebsstrang, dämpft zusätzlich Schwankungen der Drehzahl und des Drehmomentes, die im Verbrennungsraum des Motors erzeugt werden, und kann so auftretende Geräusche und Verschleiß reduzieren.

Aufgabe der Kupplung

Die Kupplung verbindet zwei Wellen: die Kurbelwelle des Motors und die Getriebewelle. Die Kupplung unterbricht den Kraftfluss vom Motor auf das Getriebe, sobald der Autofahrer die Kupplung betätigt. Dieses ermöglicht den Wechsel in einen anderen Gang. Beim Anfahren wird die Kraftverbindung zwischen Motor und Getriebe sanft hergestellt, indem der Autofahrer die Kupplung langsam kommen lässt.

Wie die Kupplung funktioniert

Eine starre Verbindung zwischen Motor und Getriebe besteht bei einer geschlossenen Kupplung. Das heißt: Die Kurbelwelle und die Getriebewelle weisen die gleiche Drehzahl auf und das Drehmoment des Motors wird auf das Getriebe übertragen. Betätigt der Fahrer das Kupplungspedal, wird der Ausrückring gegen die Membranfeder gedrückt, die sich in dem Moment etwas verdreht. In der Folge lässt der Druck der Topfscheibe auf die Schwungscheibe ein wenig nach. Das Ergebnis ist eine getrennte Kraftübertragung zwischen Motor und Getriebe. Geschieht dieser Vorgang beim Anfahren, lässt der Fahrer nun die Kupplung langsam kommen. Sobald der Ausrückring nicht mehr gegen die Membranfeder drückt, wird die Topfscheibe erneut gegen die Schwungscheibe gepresst. Die vorhandene unterschiedliche Drehzahl der Kurbelwelle und der Getriebewelle wird durch die mit Reibbelägen versehene Kupplungsscheibe überbrückt. Will der Fahrer den Gang erneut wechseln, wird die Kraftübertragung erneut unterbrochen und der Vorgang wiederholt sich.

Belastungen, die auf die Kupplung einwirken

Die Kupplung muss aus einem hochwertigen Material hergestellt werden, da sie ein Kfz-Teil ist, das enorm beansprucht wird: Hitze, die durch Reibung entsteht, Vibrationen und Druck wirken auf sie ein. Die Lebensdauer der Kupplung wird durch den starken mechanischen Abrieb begrenzt. Daher sollte die Kupplung mit ihren einzelnen Kfz-Teilen regelmäßig kontrolliert und veraltete Kupplungsteile ersetzt werden, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten.