was-sind-die-aufgaben-eines-differenzialgetriebes-280x158 Aufgaben und Funktion des Differenzialgetriebes

Etwas kompliziert: die Funktion des Differenzialgetriebes (Foto: lorakss / depositphotos.com)

Was ein Differenzialgetriebe ist

Das Differenzialgetriebe, das auch Ausgleichsgetriebe oder einfach nur als Differenzial bezeichnet wird, wird vor allem in der Automobilproduktion eingesetzt. Die Motorkraft eines Autos auf die Antriebe wie beispielsweise die Räder zu übertragen, ist dabei wesentliche Aufgabe eines Getriebes. Schließlich sorgt die Übertragung für das Vorankommen. Dabei muss das Differenzial die Kraft nicht einfach nur übertragen, es muss zudem dafür sorgen, dass bei den Rädern der Vortrieb gewährleistet wird. In Kurvenfahrten sorgt das Differenzialgetriebe dafür, dass die Kraft die Räder unterschiedlich schnell antreibt. Dieses ist notwendig, da die Fahrzeugräder in den Momenten unterschiedlich lange Wege zurücklegen. Eine besondere Art des Differenzialgetriebes findet sich in Allradfahrzeugen: das Zentraldifferenzial. Auch das Zentraldifferenzial hat die gleiche Funktion. Allerdings hat es die zusätzliche Aufgabe, die Kraft auf zwei oder weitere angetriebene Achsen zu übertragen.

Varianten des Differenzialgetriebes

Es gibt unterschiedliche Arten des Differenzialgetriebes. Die einfachste ist wohl das Hohlraumrädergetriebe. Das Kegelrad-Differenzialgetriebe, das am häufigsten verwendet wird, das Stirnrad-Differenzialgetriebe oder das Schraubenrad-Differenzialgetriebe sind die weiterentwickelten Arten eines Differenzialgetriebes.

Die Funktion des Differenzialgetriebes

Ob Hohlraumrädergetriebe, Kegelrad-Differenzialgetriebe, Stirnrad-Differenzialgetriebe oder Schraubenrad-Differenzialgetriebe – alle haben eines gemeinsam: einen üblicherweise mit dem Zahnrad verbundenen kastenförmigen Träger der Umlaufräder, der daher als Korb oder Käfig bezeichnet wird. Dieser Käfig wird somit vom Zahnrad angetrieben. In diesem Käfig sind Kegelräder enthalten. Diese Kegelräder sind mit den angetriebenen Wellen verbunden. Das Drehmoment, das die Räder eines Fahrzeuges antreibt, ist selbst in Kurvenfahrten gleich. Dass dieses weder zu einem Leistungsverlust noch zu einem Verschleiß führt, ist Leistung der sich untereinander nicht bewegenden Kegelräder. In der Folge heißt dieses: Ein Rad dreht sich doppelt so schnell, wenn ein anderes stoppt. Verliert ein Rad die Bodenhaftung, kann dieses Durchdrehen der Räder auch beim Geradeausfahren geschehen.

Was ein Durchdrehen der Räder vermeiden kann

Aufgabe des Sperrdifferenzials ist es, ein Durchdrehen der Fahrzeugräder, das auf Rollsplitt, bei Matsch oder Schnee möglich ist, zu verhindern. Dieses Sperrdifferenzial blockt die ausgleichende Wirkung des Differenzialgetriebes teilweise oder sogar komplett ab. Im Gegensatz zur vollständigen Blockade treibt ein Teil-Drehmoment das Fahrzeugrad bei einer teilweisen Unterbrechung immer noch an. Das hat zur Folge, dass das Rad, das noch den Kontakt zur Fahrbahn hält, das Fahrzeug immer noch antreiben und voranbringen kann.