Stoßdämpfer_Q_Depositphotos_60456295_C_ekapotfotothai_depositphotos-200x300 Funktion der Stoßdämpfer

Stoßdämpfer am Fahrzeug
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Zwischen Karosserie und Radaufhängung liegend ist die Aufgabe der Stoßdämpfer, die Schwingungen schnell abzuschwächen. Wie die Lenkung, die Bremsen und die Reifen gehören auch die Stoß- (oder richtiger Schwingungs-)dämpfer zu den sicherheitsrelevanten Kfz-Teilen. Das heißt: Diese Kfz-Bauteile sind erforderlich, damit das Fahrzeug während der Fahrt beherrschbar ist. Um dieses zu gewährleisten, müssen sie funktionstüchtig sein und entsprechend regelmäßig gewartet werden. Sind die Stoßdämpfer defekt, kann das Auto nicht mehr auf der Straße gehalten werden.

Kontaktstelle Autoreifen

Die Autoreifen bilden die Kontaktstelle zur Fahrbahn; genauer sind es die Bereiche der Reifen, die jeweils die Straße berühren. Über diese kleine Fläche werden alle Kräfte übertragen, die während der Fahrt auf das Auto einwirken. Diese Kräfte können beispielsweise Kurvenfahrten, Beschleunigungen oder Vollbremsungen sein. Bei Kurvenfahrten wirken Querkräfte auf das Fahrzeug ein, damit dieses in der Spur bleibt und der Fahrstrecke folgt und nicht geradeaus weiterfährt. Unebene Straßen haben zur Folge, dass der Kontakt der Reifen zur Straße eher sprunghaft ist. Dieser Effekt wird durch die Fahrzeugfederung sogar noch verstärkt. Ein sicheres Halten und Führen des Fahrzeuges wäre ohne Schwingungsdämpfer nicht mehr möglich.

Die Stoßdämpfer reduzieren Schwingungen

Schwingungsdämpfer sind erforderlich, um die Schwingungen, die durch die Fahrzeugfeder während der Autofahrt hervorgerufen werden, zu schwächen und zu dämpfen. Unebene Straßen werden durch die Stoßdämpfer ausgeglichen. Somit stellt dieses Kfz-Teil sicher, dass die Reifen auch bei einwirkenden Quer- und Längskräften auf das Fahrzeug jederzeit Kontakt zur Straße haben. Diese Belastungen verdeutlichen, dass Schwingungsdämpfer Kfz-Teile sind, die dem Verschleiß unterliegen und mit der Zeit und der Laufleistung des Fahrzeuges erneuert werden sollten.

Typen der Stoßdämpfer

Bei den günstigeren Öldruckstoßdämpfern wird Öl genutzt, um die Schwingungen zu dämpfen. Dazu bewegt sich eine Kolbenstange, die mit der Fahrzeugfeder verbunden ist, durch die zähe Flüssigkeit. Ein leistungsfähiger Gasdruckstoßdämpfer arbeitet im Grunde wie der Öldruckstoßdämpfer. Allerdings soll das zusätzliche Gas ein Schäumen des Öls vermeiden.

Defekte Schwingungsdämpfer und die Folgen

Sind die Stoßdämpfer defekt oder ist der Verschleiß zu weit fortgeschritten, hat dieses sicherheitsgefährdende Folgen: Das Fahrzeug kann in Kurven oder bei Ausweichmanövern ins Schleudern geraten. Der Bremsweg verlängert sich – selbst das Antiblockiersystem ist dann nicht mehr so wirksam wie bei intakten Schwingungsdämpfer – und auch bei Nässe ist die Gefahr eines Aquaplanings größer. Auf unebenen Strecken reduziert sich zudem die Bodenhaftung des Fahrzeuges.

Stoßdämpfer und Wartung

Um die Fahrsicherheit aufrechtzuerhalten, sollten Schwingungsdämpfer regelmäßig gründlich gewartet werden. Empfohlen wird, die Stoßdämpfer alle 20.000 Kilometer zu kontrollieren. Hierfür haben Kfz-Werkstätten eigens ein Stoßdämpfertestgerät. Das alleinige Beobachten wie ein Fahrzeug nach einem kräftigen Herunterdrücken des Hecks schwingt, ist unzuverlässig und nicht ausreichend.

Fazit:

Schwingungsdämpfer sind sicherheitsrelevante Kfz-Teile, die notwendig sind, um das Fahrzeug auf der Straße zu halten und zu beherrschen.