Titelbild-gebrauchtes-Getriebe-Auto-online-kaufen Gebrauchtes Getriebe online kaufen – Ratgeber und Tipps bei Getriebeschaden
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Ihr Auto verursacht Geräusche beim Schalten, beim Schaltgetriebe springen Gänge raus oder das Automatikgetriebe schaltet sehr langsam? Dies können Anzeichen für einen baldigen Getriebeschaden sein. Wir verraten in unserem Ratgeber, wie Sie die Diagnose selber durchführen und geben Tipps, worauf zu achten ist, wenn Sie ein gebrauchtes Schaltgetriebe oder Automatikgetriebe kaufen.

Aufbau und Funktion des Getriebes im Auto

Verbrennungsmotoren bringen je nach Drehzahl eine unterschiedliche Leistung auf und schwanken auch stark im Wirkungsgrad. Das Getriebe verbindet die Antriebswelle des Motors mit den Rädern. Es hat die Aufgabe, die Drehzahl des Verbrennungsmotors im optimalen Bereich zu halten. Das funktioniert klassisch über unterschiedlich große Zahnräder. Moderne Getriebevarianten nutzen jedoch auch komplett andere Systeme. Außerdem wird das Getriebe für die Rückwärtsfahrt gebraucht.

Es gibt unterschiedliche Getriebetypen. Grundsätzlich wird unterschieden in:

  • Schaltgetriebe, auch Handschaltgetriebe
  • Automatikgetriebe

Viele Autos sind mit beiden Getriebevarianten erhältlich, wobei das Automatikgetriebe generell einen höheren Preis hat. Manuelle Schaltgetriebe und Automatikgetriebe sind gleichermaßen für Frontantrieb, Heckantrieb und Allrad verfügbar.

Bild2-Schaltgetriebe Gebrauchtes Getriebe online kaufen – Ratgeber und Tipps bei Getriebeschaden
Getriebe
ab
36 €

Arten von Automatikgetrieben

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Automatikgetriebe werden grob in drei Kategorien eingeteilt:

Die Automatikgetriebe werden in mehrere Kategorien eingeteilt. Der Drehmomentwandler ist eine Flüssigkeitskupplung, die hohe Drehmomente nahezu verschleißfrei überträgt. Ihr Wirkungsgrad ist jedoch nicht sehr gut.

Das Doppelkupplungsgetriebe besteht aus zwei getrennten Kupplungen für die geraden und ungeraden Gänge, sodass immer der nächste benötigte Gang bereits eingelegt ist. Das reduziert den Verschleiß für die Kupplung und beschleunigt das Schalten. Für das DKG sind mehrere Bezeichnungen im Umlauf. So heißt es Direktschaltgetriebe (DSG) bei VW, DCT bei Mercedes und S-Tronic bei Audi.

Sehr modern sind stufenlose Automatikgetriebe, auch oft als Continuously Variable Transmission (CVT) bezeichnet. Hierbei überträgt eine Laschenkette die Antriebskraft auf zwei Variatoren. Diese können axial stufenlos verstellt werden und so die Übersetzung anpassen. Der Motor arbeitet so immer im optimalen Drehzahlbereich, die maximal übertragbaren Drehmomente sind aber leider begrenzt.

Woher kommt der Getriebeverschleiß beim Auto?

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Das Schaltgetriebe überträgt große Kräfte während seiner gesamten Laufleistung. Bei einem Kilometerstand von mehreren 100.000 Kilometern ist durchaus nicht selten, dass Verschleiß auftritt. In den meisten Fällen hält das Getriebe so lang wie das Auto. Durch thermische oder mechanische Überlastung jedoch kann es vorzeitig kaputt gehen.

Die häufigste Ursache sind undichte Stellen am Motor oder Getriebe. Ölverlust durch eine defekte Dichtung oder Schäden an Getriebegehäuse oder Getriebewelle sorgt für fehlende Schmierung. Das verursacht Metallabrieb und die Späne von den verschlissenen Zahnrädern können Folgeschäden verursachen. Beim Gehäuseschaden kommt möglicherweise eine Instandsetzung infrage.

Eine weitere Ursache, speziell beim Schaltgetriebe, ist die Fehlbedienung von Schaltknüppel oder Kupplung. Wenn die Kupplung nicht vollständig getreten oder zu häufig im Schleifpunkt benutzt wird, verschleißt sie. Ein Defekt an der Kupplung wiederum sorgt durch unsaubere Schaltvorgänge für Folgeschäden im Schaltgetriebe.

Welche Symptome hat ein Getriebeschaden?

Getriebeschäden können sich auf verschiedene Arten zeigen, je nachdem, welche Teile betroffen sind. Defekte Steckwellen verursachen andere Symptome als ein beschädigtes Differential. Die häufigsten Anzeichen für Getriebeschäden sind:

  • Gänge lassen sich nicht einlegen oder springen wieder raus
  • insgesamt schwergängige, ruppige Schaltung
  • Geräusche und Vibrationen
  • beim Automatikgetriebe: Schaltvorgänge dauern lang, Auto geht in den Notlauf

Im folgenden Abschnitt geht unser Ratgeber genauer darauf ein, wie sich defekte Teile im Einzelnen äußern. Diese Tipps helfen dabei, den Schaden einzugrenzen. Eine sichere Diagnose lässt sich allerdings nur mit einer Untersuchung des Getriebes stellen.

Welche Getriebeteile verschleißen am häufigsten?

Egal ob durch Fehlbedienung während der Fahrt, Wartungsfehler oder mangelnde Schmierung durch Ölverlust: Meist macht sich der Schaden an bestimmten Teilen bemerkbar. Dazu gehören:

  • Differential
  • Eingangswelle
  • Getriebewellenlager
  • Ausrücker
  • Synchronringe
  • Zahnräder
  • andere Lager
  • bei Automatik: Steuerung

Ein kaputtes Differential sorgt für einen geschwindigkeitsabhängigen Geräuschpegel beim Auto.

Eine beschädigte Eingangswelle verursacht Lärm in Abhängigkeit von der Drehzahl.

Ändern sich die Geräusche je nach eingelegtem Gang, ist ein Defekt an einem Getriebewellenlager wahrscheinlich.

Geräusche im Leerlauf werden oft durch einen verschlissenen Ausrücker verursacht.

Weitere mögliche Fehler sind Schäden an den Synchronringen, Lagern oder Zahnrädern. Dies reicht von kleinen Verschleißschäden bis hin zu gebrochenen Zähnen. Diese können sich vielfältig äußern. Meist gehen sie mit einer hakenden Schaltung oder Geräuschentwicklung einher. Beim Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler oder Doppelkupplungsgetriebe können außerdem Fehler an Kupplungen oder automatisiertem Steuergerät (Mechatronik) auftreten.

Was tun bei Getriebeproblemen im PKW?

Wenn Ihr Auto Anzeichen eines Getriebedefekts zeigt, gibt es drei Möglichkeiten:

Bei einer Überholung in der Werkstatt wird das Schalt- oder Automatikgetriebe ausgebaut und dann manuell instandgesetzt. Dies ist extrem aufwändig und teuer. Diese Variante ist wirtschaftlich meist nicht sinnvoll.

Ein Neuteil vom Hersteller hat den Vorteil, dass das Auto nach dem Reparieren wieder wie am ersten Tag läuft. Allerdings sind auch hier die Kosten extrem hoch, sodass sie schnell den Restwert des Autos übersteigen.

Die dritte Variante, das gebrauchte Getriebe vom seriösen Händler, stellt meist die beste Lösung dar. Ein überholtes Gebrauchtteil ist deutlich günstiger als ein Neues und wurde fachmännisch instandgesetzt. Die Lebensdauer dieser Gebrauchtteile ist mit denen von Neuteilen vergleichbar und Sie erhalten sogar Gewährleistung bei fachgerechtem Einbau.

Wo bekomme ich ein gebrauchtes Getriebe für mein Auto?

Ein gebrauchtes Austauschteil bekommen Sie generell an zwei Orten:

  • Autoverwertung
  • Internet

Rechtlich gibt es keinen Unterschied zwischen einem Kauf beim Händler und im Internet. Beide sind an die gleichen Regeln für den Verkauf von Gebrauchtteilen gebunden. In beiden Fällen wird die gleiche Qualität angeboten und bei fachgerechtem Einbau gilt die Pflicht zur Gewährleistung.

Der Kauf bei der Autoverwertung hat den Vorteil, dass Ihnen bei Schwierigkeiten der Verkäufer bekannt ist. Beim Online kaufen müssen Sie lediglich darauf achten, dass das Teil von einem seriösen Händler angeboten wird. Werfen Sie dazu einfach einen Blick in das Impressum.

Wie finde ich das richtige Schaltgetriebe für mein Auto?

Egal ob beim Händler Vorort oder im Internet: Vor dem Kauf müssen Sie sicherstellen, dass das neue Ersatzteil in das Fahrzeug passt. Dazu muss der Getriebetyp identisch sein. Teile mit verschiedenen Eigenschaften können auch unterschiedliche Abmessungen haben, was zu großen Schwierigkeiten beim Einbau führt.

Mit der Ersatzteilnummer können Sie direkt nach dem richtigen Teil suchen. Ist die Ersatzteilnummer nicht bekannt, gibt es noch andere Möglichkeiten. Am schnellsten finden Sie den richtigen Getriebetyp über den Fahrzeugdatenträger. Dies ist ein Schild mit Kennbuchstaben für Lack, Motor, Schadstoffausstoß und auch einen Getriebecode (zwei- oder dreistellig). Der Fahrzeugdatenträger befindet sich im Serviceheft oder im Auto selbst, meist in der Reserveradmulde oder auf dem Gepäckraumboden.

Alternativ finden Sie den Getriebetyp und die Kennung auch online über die Fahrgestellnummer (FIN, VIN) heraus oder kontaktieren dazu den Hersteller bzw. Ihre Werkstatt.

Worauf achten beim gebrauchten Getriebe?

Es gibt nicht nur Unterschiede zwischen den Baureihen eines Herstellers, sondern auch zwischen den Modellen einer Baureihe. Wird Ihr Auto als 5-Gang und 6-Gang verkauft, sollten Sie beim Austauschgetriebe darauf achten, dass es die gleiche Ganganzahl hat.

Das gleiche gilt für ein Automatik- oder Schaltgetriebe sowie bei Allradantrieb (4WD). Kaufen Sie immer nur den gleichen Typ, da sonst Probleme beim Einbau entstehen können. Einige Getriebe verfügen über Sperrdifferentiale anstelle elektronischer Bremsen. Dies kann gleichermaßen Vorder- und Hinterradantrieb betreffen. Achten Sie darauf, dass die Sperren beim neuen und alten Teil identisch sind.

Achten Sie vor dem Kauf außerdem darauf, welche Teile enthalten sind und welche nicht. Ersatzteile, die nicht zum Lieferumfang gehören, müssen demnach vom alten Getriebemodell wiederverwendet oder separat gekauft werden.

Ratgeber – Wissenswertes vor dem Getriebewechsel

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Ein Getriebewechsel geht mit einem großen Aufwand einher. Aus diesem Grund sollten vorher andere wichtige Teile geprüft und bei Bedarf erneuert werden. Dies betrifft die Dichtungen und alle Kleinteile wie Schrauben und Muttern. Diese kosten meist nur Cents und sollten am besten mit gewechselt werden.

Kontrollieren Sie außerdem die Aufhängung. Durch den Getriebeschaden entstehen oft Vibrationen, die Schäden an benachbarten Teilen wie der Aufhängung verursachen können. In den meisten Fällen reicht eine Sichtkontrolle aus, um den Zustand festzustellen.

Generell empfiehlt es sich auch, Kupplung und Schwungrad (meist Zweimassenschwungrad) mit zu erneuern. Durch die Getriebedemontage sind diese Teile leicht erreichbar und schnell gewechselt, die Haltbarkeit des Austauschgetriebes jedoch steigt dadurch. Außerdem sollte Getriebeöl erneuert werden, um alte Späne und Abrieb zu entfernen.

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Kupplungssatz
ab
6 €

Defektes Schaltgetriebe oder Automatikgetriebe wechseln – Werkstatt oder selber machen?

Grundsätzlich ist das selber Wechseln nach Ratgeber möglich, aber der Aufwand ist groß. Selbst Werkstätten benötigen oft einen ganzen Tag für den Getriebetausch. Sie brauchen zudem spezielles Werkzeug und sollten über Fachkenntnis verfügen.

Bei der Montage müssen alle Vorgaben des Herstellers eingehalten werden. Unsachgemäßer Einbau sorgt dafür, dass die Gewährleistung erlischt. Außerdem könnte es passieren, dass der Tüv bei der nächsten Hauptuntersuchung keine neue Plakette ausstellt. Im Zweifel sollten Sie von einem Tausch nach Anleitung absehen und diese Arbeit in einer Fachwerkstatt durchführen lassen.

Wie teuer ist ein Getriebe beim Auto?

Die Kosten variieren stark je nach Aufbau, Gangzahl, manuell oder automatisch und Vorder- oder Hinterradantrieb. Rechnen Sie generell mit Kosten ab 400 € für ein gebrauchtes Austauschgetriebe bis zu mehreren Tausend Euro für ein neues Getriebe. Wenn das Auto noch nicht so viele Kilometer gefahren ist, könnte sich ein Antrag auf Kulanz beim Hersteller lohnen.

Wissenswertes – Wie läuft ein Getriebewechsel beim KFZ ab?

Es gibt keinen allgemeinen Ratgeber zum Getriebetausch, da die Arbeitsschritte von Auto zu Auto stark unterschiedlich sind. Generell gilt aber der grundsätzliche Ablauf:

  • Befestigen von Motor und Getriebe mit Brücke
  • Anheben des Autos
  • Schritt für Schritt – Demontage aller störenden Anbauteile
  • Getriebeöl ablassen
  • Verbindung Motor-Getriebe lösen
  • Wechseln von Kupplung, Schwungrad, Dichtungen
  • Montage des neuen Getriebes
  • Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge
  • Befüllen mit Getriebeöl
  • Funktionsprüfung

Haftungsausschluss

Unsere Ratgeber enthalten viele fachliche Informationen rund um das KFZ, die wir sorgfältig zusammengetragen haben. Diese Artikel können allerdings die Fachkenntnis eines Spezialisten nicht ersetzen. Autoteile-Markt haftet daher nicht für Schäden und Verletzungen, die durch unsachgemäß ausgeführte Reparaturen entstehen. Wir empfehlen grundsätzlich, Arbeiten am KFZ nur von einem Fachmann ausführen zu lassen.

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