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Auslesen von Daten aus dem Steuergerät in einer Kfz-Werkstatt
Foto: ridofranz / Depositphotos.com

Die technische Entwicklung in der Automobilbranche ist rasant. So werden heute viele wesentliche Vorgänge während des Fahrens elektronisch geregelt. Diese Regelungen übernehmen hochkomplexe Elektronikschaltkreise, das Steuergerät. Es kontrolliert beispielsweise das Antiblockiersystem, den Fahrzeugmotor, den Tankstandmesser, den Drehzahlmesser und die Alarmanlage. Und es ermöglichen die Ortung des Fahrzeuges nach einem Diebstahl.

Das Prinzip der Steuergeräte

Alle Steuergeräte agieren nach dem Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe-Prinzip. Oft steht dafür die Abkürzung „EVA-Prinzip“. Die Sensoren eines Fahrzeuges liefern die Eingabe. Sie ermitteln kontinuierlich Daten und Messwerte. Und sie geben diese Daten an das Steuergerät. Dort werden alle eingehenden Werte verarbeitet. Das heißt: Das Steuergerät vergleicht die vom Sensor übermittelten tatsächlichen Istwerte mit gespeicherten Sollwerten. Stimmen diese Werte nicht überein, löst das eine Reaktion aus. Das Steuergerät sendet einen Impuls an die Kfz-Teile, die als Ausgabe agieren. Diese setzen die Befehle des Steuergerätes um. Die Überprüfung und Steuerung verläuft für den Fahrer meist unbemerkt. Weichen Soll- und Istwerte zu sehr voneinander ab, warnt das System den Autofahrer durch Warnleuchten oder akustische Signale. Gleiches passiert, wenn ein automatischer Abgleich nicht möglich ist. Zusätzlich zeichnen die Steuergeräte ihre Aktivitäten auf. Entsprechend ausgerüstete Kfz-Werkstätten können diese dann nachvollziehen. Die Mechaniker können ein Defekt so leichter lokalisieren und beseitigen.

Das Steuergerät, das für das Antiblockiersystem zuständig ist

Die Funktionsweise eines Steuergerätes lässt sich am Antiblockiersystem, auch kurz als ABS bezeichnet, erklären. Jedes Fahrzeugrad ist mit einem Sensor ausgerüstet; in diesem Fall sind es Raddrehzahlsensoren, die während der Fahrt kontinuierlich Daten an das Steuergerät senden. Die Soll- und die Istdaten werden abgeglichen. In einer Gefahrensituation wird es zu Abweichungen kommen, sobald der Fahrer eine Notbremsung einleitet. Das für das ABS zuständige Steuergerät reguliert dann elektronisch und automatisch die Bremskraft – und zwar an jedem einzelnen Rad. So wird verhindert, dass ein Rad blockiert und das Fahrzeug nicht mehr zu beherrschen ist.

Das Steuergerät für den Fahrzeugmotor

Ob Einspritzanlage, Luftzufuhr, Zündanlage, Turbolader und weitere Kfz-Motorteile, das Motorsteuergerät wertet unaufhörlich unzählige Daten aus. Zu finden ist es oft im Motorraum oder im Fahrzeuginnenraum in der zentralen Bordelektronik. Beim Auswerten ist das Motorsteuergerät sensibel, als Kfz-Teil muss es jedoch besonderen Belastungen wie große Temperaturschwankungen, Schwingungen und Verschmutzungen wie Staub standhalten. Auch Über- und Unterspannungen dürfen die Funktionsfähigkeit des Motorsteuergerätes nicht einschränken. Ist das Motorsteuergerät beschädigt, kann die Fehlerdiagnose für die Kfz-Werkstatt aufgrund der Komplexität dieses Kfz-Teils eine Herausforderung sein. Für den Fahrzeugbesitzer wiederum kann die langwierige Fehlersuche mit hohen Kosten verbunden sein.

Steuergeräte im Fahrzeug

Mit jeder Weiterentwicklung in der Automobilbranche steigt noch die Zahl der Steuergeräte. Ob ein weiteres Fahrassistenzsystem, ein neues Sicherheitssystem, Fahrzeugmotor, neue Kommunikationsmöglichkeit – für jedes ist ein eigenes Steuergerät zuständig. So kann allein ein Fahrzeugmodell mit bis zu 80 Steuergeräten ausgerüstet sein wie beispielsweise bei der Mercedes-S-Klasse.

Fazit:

Steuergeräte sind hochkomplexe elektronische Kfz-Teile, die daher unbedingt in einer zuverlässigen Kfz-Werkstatt gewartet und repariert werden sollten.
 
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