LukasPrUeftDenKatalysator_Q_Depositphotos_91123464_C_Corepics_Depositphotos-200x300 Der Katalysator - Funktion und Pflege

Katalysator: Lukas an der Abgasanlage
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Seit 1989 müssen in Deutschland alle Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mit einem Katalysator ausgerüstet sein. Zunächst lockten nur steuerliche Vergünstigungen die Autofahrer zum Kauf eines Fahrzeuges mit Katalysator, dann wurde es ernst: Ab dem Jahr 1993 wurden nur noch die Fahrzeuge zugelassen, die mit einem Dreiwegekatalysator ausgestattet waren. Wer es bequem mag und glaubt, eine geringe Strecke schadet nicht, irrt: Weil der Katalysator für ein erfolgreiches Arbeiten eine bestimmte Betriebstemperatur benötigt, ist er auf Kurzstrecken nicht sehr effektiv.

Aufgaben für den Katalysator

Der Katalysator eines Autos mit Verbrennungsmotor hat die Aufgabe, die Abgase nachzuarbeiten. Und zwar so, dass möglichst wenig Schadstoffe ausgestoßen werden und die Umwelt möglichst wenig belastet wird. Dieses geschieht durch eine chemische Reaktion. Einfach ausgedrückt machen alle Katalysatoren eines: Bei einem chemischen Prozess steigern diese Stoffe die Reaktionsgeschwindigkeit, indem sie die für den Prozess erforderliche Aktivierungsenergie senken. Auch im Katalysator eines Fahrzeuges kommt es zu chemischen Prozessen, welche die schädlichen Verbrennungsrückstände umwandeln: Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxide und Stickoxide werden durch Oxidation bzw. Reduktion zu Kohlendioxid, Wasser und Stickstoff. Immer strengere Abgasvorgaben sollen die CO2-Emissionswerte weiter reduzieren, um die Treibhauseffekte noch zu verringern.

Aufbau in Benzinfahrzeugen

Geregelte Keramik-Katalysatoren sind in der Regel in Fahrzeuge mit Benzinmotor eingebaut. Durch den wabenförmigen Aufbau des Keramikeinsatzes ziehen sich kleine Kanäle. Diese Kanäle sind beschichtet mit Platin, Palladium oder Rhodium. Es sind genau diese Edelmetalle, die katalytisch agieren. Die vor dem Katalysator montierte Lambdasonde reguliert die Luftzufuhr des Verbrennungsmotors und misst den Sauerstoffgehalt in den Abgasen. Um die Wirksamkeit der chemischen Reaktion im Katalysator nicht zu beeinträchtigen, darf kein Sauerstoff in den Katalysator gelangen. Mit Blei zugesetztes Benzin wirkt sich ebenfalls negativ auf die chemische Reaktion aus, sodass Fahrer eines Oldtimers für ihren Motor in den meisten Fällen Benzinadditive verwenden müssen. Geführt werden diese meist von größeren Tankstellen. Auch im Fachhandel können Besitzer von Oldtimern fündig werden.

Aufbau in Dieselfahrzeugen

Dieselfahrzeuge zeichnen sich durch eine Besonderheit aus: Die Abgase dieses Kraftstoffes haben einen hohen Sauerstoffgehalt – Katalysatoren für Benzinfahrzeug wären also unwirksam. Aus diesem Grund werden Dieselfahrzeuge mit einem Oxidationskatalysator ausgerüstet. Außerdem sind Stickoxid-Speicherkatalysatoren oder SCR-Katalysatoren für den Stickstoffausstoß notwendig. Schäden am Katalysator sind meist teuer, weil diese nicht einfach zu beseitigen sind. Das bedeutet in vielen Fällen den Ausbau des alten Katalysators und den Einbau eines neuen Kfz-Teils. Ist der Katalysator bei einem Diesel defekt, kann es sich daher durchaus lohnen, nach Firmen zu recherchieren, die mechanisch noch arbeitsfähige Katalysatoren chemisch aufarbeiten.

Warum Katalysatoren in Fahrzeugen wichtig sind

Katalysatoren in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor haben eine wichtige Funktion und sind sehr sinnvoll. Sie verringern die Schadstoffemission von Kohlenmonoxid, Stickoxid und unverbrannten Kohlenwasserstoffen, die sonst in die Umwelt gelangen würden. Die Vermeidung dieser Schadstoffe ist auch gut für die Menschen. Selbst gering dosiert kann Kohlenmonoxid zum Tode führen. Stickoxid ist ein enormes Atemgift, das erhebliche schädigende Auswirkungen auf die Gesundheit hat. So hat in den letzten Jahren die Anzahl der Atemwegserkrankungen vor allem bei Kindern zugenommen. Außerdem wirkt es als Treibhauseffekt auf die Ozonschicht. Die dritte Gruppe, die unverbrannten Kohlenwasserstoffe, die im Benzin in Form von Benzol vorhanden sind, sind erheblich krebserregend.