Keilriemen-300x200 Keilriemen – alles Wissenswerte

Keilriemen
Foto: ©norgallery/depositphotos.com

Der aus Gummi bestehende Keilriemen eines Fahrzeuges zählt zu den typischen Verschleißteilen. Selbst wenn diese Baukomponente eher unscheinbar ist, ist es doch ein wichtiges Kfz-Bauteil, das als Treibriemen dient. Vielen fällt der Keilriemen allerdings erst auf, sobald dieser hohe nervende Töne von sich gibt. Diese Anzeichen sollten Autofahrer jedoch nicht ignorieren.

Die Aufgaben des Antriebsriemens

Über den Keilriemen sind die Keilriemenscheiben miteinander verbunden. Dank des Keilriemens wird die Kraft des Fahrzeugmotors auf wichtige Nebenaggregate wie beispielsweise Lichtmaschine, Hydraulikpumpe, Klimaanlagenkompressor, Lüfter, Servolenkung und Wasserpumpe übertragen. Funktioniert also der Keilriemen, bietet er dem Autofahrer ein hohes Maß an Komfort. Möglich ist es, da der Keilriemen die Kraft der drehenden Kurbelwelle nutzt, um diese auf die genannten Bauteile zu übertragen. Quiekt der Keilriemen, weist es in vielen Fällen auf eine fehlerhafte Position dieses Kfz-Teils hin. Zugleich ist die Funktionsfähigkeit dann oft eingeschränkt. Da der Keilriemen dem Verschleiß unterliegt, kann er außerdem mit der Zeit und Laufleistung sogar reißen. Häufig äußert sich das durch ein lautes knallendes Geräusch aus dem Motorraum des Fahrzeuges.

Poröser Keilriemen reißt – die Folgen

Reißt der Keilriemen, wirkt sich dieser Defekt auf die Nebenaggregate aus. So ist die Servolenkung eingeschränkt und damit das Lenken spürbar erschwert. Der Klimakompressor arbeitet ebenfalls nicht mehr korrekt und die Regulierung der Temperatur im Fahrzeuginnenraum ist ausgeschlossen. Außerdem ist die Funktionsfähigkeit der Wasserpumpe eingeschränkt. Das aber hat zur Folge, dass der Motor nicht mehr zuverlässig gekühlt wird. Im schlimmsten Fall droht bei stark überhitztem Motor sogar ein kostspieliger Motorschaden. Um diese Folgen zu verhindern, sollten die vom Automobilhersteller vorgegebenen Wechselintervalle unbedingt eingehalten werden. Hinweise zu den Wechselintervallen des Keilriemens sind im Serviceheft des Fahrzeuges zu finden.

Von der Riemenscheibe verrutscht – nervender Ton des Keilriemens ist hörbar

Ist der Keilriemen durch Feuchtigkeit oder Kälte von der Riemenscheibe verrutscht, macht sich diese Fehlstellung durch ein lautes quietschendes Geräusch bemerkbar. Es kann sogar sein, dass im Cockpit des Fahrzeuges die Kontrollleuchte für die Autobatterie aufleuchtet. Ist der Ton nur einmalig zu vernehmen, hat sich der Keilriemen von allein korrekt wieder platziert. Bleibt das unangenehm kreischende Geräusch, ist dieses häufig ein Anzeichen für einen abgenutzten, ausgedehnten Keilriemen. Ein ausgedehnter Keilriemen bleibt jedoch nicht mehr fest an seiner Position. Seine Funktionsfähigkeit sowie die Funktionsfähigkeit der wichtigen Nebenaggregate sind dann eingeschränkt. Bevor der Keilriemen schließlich noch reißt oder Folgeschäden an den Nebenaggregaten entstehen, sollte eine Kfz-Werkstatt aufgesucht und der defekte Keilriemen gegen ein neues Ersatzteil ausgetauscht werden.

Verschleißspuren am Keilriemen erkennen

Sinnvoll ist es, den Keilriemen des Fahrzeuges regelmäßig zu überprüfen. So kommen Autofahrer einem plötzlichen Riss des Keilriemens durch rechtzeitigen Austausch gegen ein neues Ersatzteil zuvor. Bei ausgestelltem und abgekühltem Fahrzeugmotor hilft schon ein simpler Test: Ziehen Sie an dem Keilriemen. Dieser sollte sich nicht mehr als ein bis zwei Zentimeter bewegen lassen. Ist klar sichtbar, dass sich der Keilriemen weitaus mehr bewegen lässt, ist dieser ausgeleiert. Dann ist ein neues Ersatzteil fällig. Risse oder poröse Stellen sind ebenfalls deutliche Anzeichen dafür, dass ein Austausch gegen einen neuen Keilriemen ansteht. Wer möchte, kann den Keilriemen mit einem entsprechenden Spray regelmäßig pflegen. Dieses Spray ist bereits für wenige Euro erhältlich.

Wechselintervalle der Herstellerangaben einhalten

Kann der Keilriemen nicht mehr nachgezogen werden oder ist der Verschleiß zu stark, muss ein neues Ersatzteil her. Wie häufig der Keilriemen erneuert werden muss, richtet sich nach dem Fahrzeugmodell und nach der Laufleistung. Häufig steht der Austausch des Keilriemens zwischen 80.000 und 100.000 gefahrenen Kilometern an. Im Serviceheft des Fahrzeuges gibt der jeweilige Automobilhersteller genaue Wechselintervalle an. Es ist ratsam, sich präzise an diese Vorgaben zu halten, um teure Folgeschäden zu verhindern.

Ein neuer Antriebsriemen ist preiswert, der Austausch weniger

Zwischen fünf und 20 Euro kostet ein neuer Keilriemen. Damit zählt der Keilriemen zu den günstigen Kfz-Ersatzteilen. Der Austausch des alten Keilriemens gegen einen neuen in der Kfz-Werkstatt erhöht jedoch die Kosten erheblich. Autofahrer, die ein älteres Fahrzeugmodell fahren, sich mit ihrem Fahrzeug sowie den Funktionen der Bauteile wirklich auskennen und zudem handwerklich sehr geschickt sind, können den Keilriemen durchaus selbst austauschen.

 

An Ihrem Fahrzeug steht der Wechsel des Keilriemens an oder Sie haben entdeckt, dass der Keilriemen porös ist und dringend gegen ein neues Ersatzteil ausgewechselt werden muss? Einen neuen Keilriemen, eine neue Batterie, eine neue Lichtmaschine, eine neue Wasserpumpe sowie weitere Kfz-Ersatzteile finden Sie ganz bequem auf Autoteile-Markt, dem Online-Markt für neue und gebrauchte Ersatzteile. Neue und gebrauchte Kfz-Ersatzteile einfach suchen, finden, kaufen.

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