Wildunfall-Ratgeber-300x200 Risiken eines Wildunfalls senken

Verhalten bei einem Wildunfall
Foto: ©zlikovec/depositphotos.com

Viele Autofahrer wissen um die Gefahr im Herbst, dennoch : Mehr als 228.000 Wildunfälle ereigneten sich auch im Jahr 2016/2017. In 86 % der Fälle kam es bei dem Wildunfall zu einem Zusammenstoß mit einem Reh. Stößt ein Auto mit einem Hirsch zusammen, ist das für den Fahrer schon bei einer Geschwindigkeit von 70 km/h lebensgefährlich. Doch nicht nur in ländlichen Gegenden droht die Gefahr eines Wildunfalls. In Stadtnähe und selbst in Städten sind Wildunfälle möglich. Warum Sie besonders bei Autofahrten in den Herbst- und Wintermonaten und bei Dämmerung vorsichtig fahren sollten, und wie Sie die Risiken eines Wildunfalls senken, hat AUTOTEILE-MARKT für Sie zusammengestellt.

Tipp 1: Risiken eines Wildunfalls senken: Fahren Sie in der Dämmerung vorsichtig

Mit der dunklen Jahreszeit verschlechtert sich die Sicht, besonders in der Dämmerung. Wildwechsel drohen auf Land- und Bundestraßen; besonders, wenn diese durch Wälder führen oder links und rechts Felder sind. Nehmen Sie entsprechende Warnschilder ernst, drosseln Sie das Tempo!

Tipp 2: Risiken eines Wildunfalls senken: Blenden Sie nicht auf

Blenden Sie auf keinen Fall mit der Lichthupe oder dem Fernlicht auf! Statt das Wild zu verscheuchen, bleibt es sonst wie erstarrt stehen. Bremsen und hupen Sie stattdessen. Die Mehrheit der Wildtiere wird aufschrecken und sofort verschwinden. Behalten Sie dabei stets die Ihnen folgenden Verkehrsteilnehmer im Auge.

Tipp 3: Was ist zu tun, wenn der Wildunfall nicht zu verhindern ist?

Der erste Impuls wird sein, dem Wild auszuweichen. Davon raten Experten jedoch ab! Ist die Fahrbahn nass, rutschig oder gar verschneit, lässt sich das Auto womöglich nicht mehr kontrollieren und gerät ins Schleudern. Droht ein Wildunfall, halten Sie das Lenkrad und bremsen Sie das Fahrzeug ab. Probieren Sie möglichst, die Front des Wildes zu vermeiden. Sonst kann es geschehen, dass dieses durch die Windschutzscheibe Ihres Autos schlägt.

Tipp 4: Nach einem Wildunfall sofort die Unfallstelle absichern

Ziehen Sie sich die Warnweste an und sichern Sie den Unfallort sofort ab! Ziehen Sie das tote Wild von der Fahrbahn. Handelt es sich um ein Wildschwein, agieren Sie vorsichtig. Lebt es noch, kann es äußerst angriffslustig sein.

Tipp 5: Infomieren Sie die Polizei bei einem Wildunfall

Rufen Sie die Polizei an, um diese über den Zusammenstoß mit einem Wild und den Wildunfall aufzuklären. Fotografieren Sie die Unfallstelle, Ihr Auto sowie das tote Wild für Ihre Versicherung.

Und was ist nach dem Zusammenstoß: Wer zahlt nach einem Wildunfall?

Häufig greift die Teilkaskoversicherung und ersetzt den durch einen Wildunfall verursachten Schaden. Dann muss es jedoch zu einem Wildunfall mit Haarwild gekommen sein. Hierzu zählen beispielsweise Tiere wie ein Fuchs, ein Hase oder ein Reh. Gilt die Teilkaskoversicherung für Unfälle mit Tieren aller Art, greift sie auch bei einem Zusammenstoß mit einem Nutztier. Sonst greift die Vollkaskoversicherung.

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