paragraph-gesetzbuch-300x200 Was sich für Autofahrer 2018 alles ändert

Paragraph – Gesetzbuch
Foto: © JanPietruszka/depositphotos.com

Jeder Jahresbeginn bringt neben neuen Vorsätzen auch zahlreiche Neuerungen. Mitunter leider auch Kostenerhöhungen diverser Versicherungen. Autofahrer und Autobesitzer sind von diesen nicht ausgenommen. Was Verkehrsteilnehmer außerdem alles wissen sollten und welche Anordnungen sich mit Neujahr 2018 geändert haben, hat Autoteile-Markt, der Online-Markt für neue und gebrauchte Ersatzteile, zusammengetragen.

Die Vorschrift für Winterreifen und Ganzjahresreifen

Ausschließlich Winterreifen sowie mit dem Alpine-Zeichen markierte Ganzjahresreifen sind mit Jahresbeginn 2018 zugelassen. Das Alpine-Zeichen erkennen Sie an der darauf abgebildeten Schneeflocke vor dem Berg. Sind die Ganzjahresreifen mit dem bisher noch erlaubten M+S-Zeichen markiert, sind diese ab Neujahr 2018 nicht mehr ausreichend. Sie haben sich erst vor kurzem Ganzjahresreifen ohne das Alpine-Zeichen zugelegt? M+S-Ganzjahresreifen dürfen noch bis zum 30. September 2024 genutzt werden, wenn diese bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt wurden. Sie wissen nicht, wo Sie das Herstellungsdatum finden? Die Woche sowie das Jahr erkennen Sie an den Reifenflanken. Diese Angabe wird auch DOT-Ziffer genannt.

Ohne Winterreifen unterwegs? Die Geldstrafe wird teurer!

Die Winterreifenpflicht ist – wie der Name bereits ausdrückt – keine Empfehlung, sondern Vorschrift. Autofahrer, welche die vorgeschrieben Winterreifenpflicht ignorierten, mussten bei einer Kontrolle ein Strafgeld in Höhe von 60 Euro zahlen und erhielten zusätzlich einen Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg. Erzeugte die Weigerung der Winterreifenpflicht eine weitere Störung im Straßenverkehr, waren 80 Euro fällig. Mit Neujahr 2018 wird es nicht mehr nur den Autofahrer treffen. Ab sofort wird zusätzlich der Fahrzeughalter in die Pflicht genommen. Ist sein bzw. ihr Fahrzeug ohne Winterreifen auf den Straßen unterwegs und gerät in eine Verkehrskontrolle, wird ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro fällig. Hinzu kommt ein Punkt in Flensburg.

Teurer oder günstiger? Die neuen Kfz-Versicherungstarife treten in Kraft.

Die Typklasse und die Regionalklasse sind zwei Merkmale, wie Versicherungen die Höhe der Kfz-Versicherung berechnen. Die Typklasse bezieht sich dabei auf den Fahrzeugtyp, die Regionalklasse gibt den jeweiligen Zulassungsbezirk des Fahrzeuges in Deutschland an. Die Regionalklassen geben zudem die Schadenbilanz wider. Jedes Jahr werden die Regionalklassen neu ermittelt und herausgegeben. Veränderungen der Beitragshöhe teilten die Versicherer ihren Kunden bereits im vergangenen Herbst mit. Wer die KFZ-Versicherung noch wechseln möchte, kann dieses bis zum 30. November 2018. Aber: Halten Sie unbedingt den Kündigungstermin ein!

Grün: Das ist die Farbe der Plakette für die Hauptuntersuchung

Die TÜV-Prüfplaketten haben je nach Jahr unterschiedliche Farben und sind somit ein Kennzeichen, um sie richtig lesen zu können. Insgesamt existieren sechs unterschiedliche Farben. Das heißt: Alle sechs Jahre beginnt es wieder mit der ersten Farben. Im Jahr 2017 war die TÜV-Plakette rosafarben. Ab Neujahr 2018 ist die Farbe grün an der Reihe. Befindet sich auf Ihrem Fahrzeug eine grüne TÜV-Plakette bedeutet dieses, dass in diesem Jahr noch die Hauptuntersuchung Ihres Fahrzeuges ansteht. Den fälligen Monat erkennen Sie an der oben stehenden großen Ziffer am äußeren Rand der Plakette. Achten Sie darauf, dass der Termin der Hauptuntersuchung lediglich bis zu zwei Monaten verzögert werden kann! Wer diese dann verschwitzt, muss bei einer Verkehrskontrolle mit einem Bußgeld in Höhe von 15 Euro rechnen. Doch das ist nicht alles! Die überfällige Hauptuntersuchung wird am Fahrzeug intensiver vollzogen. Kostspieliger wird es ebenfalls – genauer: Sie müssen 20 % mehr zahlen als bei einer normalen Hauptuntersuchung.

Veränderungen gibt es auch bei der ASU am Auspuffendrohr

Mit Neujahr 2018 müssen selbst Autos mit einem Baujahr ab 01. Januar 2006 die Abgasmessung am Endrohr mittels einer Sonde im Rahmen der Hauptuntersuchung durchführen lassen. Bis zu diesem Stichtag wurde bei diesen modernen Fahrzeugen einfach der Fehlerspeicher ausgelesen. Das genügt nun nicht mehr. Jetzt ist die Endrohrmessung für alle verbindlich, ganz gleich, ob es sich um ein Dieselfahrzeug oder Benzinfahrzeug handelt. Die Neuerung gilt für alle, da so Schäden an der Abgasanlage des Fahrzeuges klarer identifiziert werden sollen. Erzielt die Abgasuntersuchung ein negatives Ergebnis, wirkt sich dieses auf die Hauptuntersuchung aus. In dem Fall gibt es keine TÜV-Plakette. Die Kosten für die Abgasmessung am Auspuffendrohr mittels Sonde bleiben für Besitzer eines Fahrzeugs mit Baujahr vor 2006 gleich hoch. Um bis zu 12 Euro höher wird es dagegen für Besitzer eines Fahrzeuges mit Baujahr ab 2006.

 

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