Turbolader_Q_Depositphotos_2609409_C_gortan_depositphotos-300x200 Wenn der Turbolader defekt ist

Turbolader, Schnitt
Foto: gortan / Depositphotos

Die Leistung von Verbrennungsmotoren zu steigern, ist die Funktion des Turboladers. Diese Verstärkung erreicht er, weil er dem Fahrzeugmotor weitere Frischluft zuführt und mit Überdruck in den Fahrzeugzylinder presst. In Folge kann mehr Treibstoff zugeführt werden. Der Turbolader wirkt also verstärkend, da er die vorhandene Abgasenergie nutzt. Aus diesem Grund wird der Turbolader, kurz Turbo, auch als Abgasturbolader bezeichnet. Er ist keine Erfindung der letzten Jahre, sondern wurde bereits 1905 entwickelt – und zwar von Alfred Büchi, einem Schweizer. Inzwischen sind etliche Fahrzeuge serienmäßig mit einem Turbo ausgerüstet. Was aber ist, wenn dieses Kfz-Teil defekt ist?

Schäden am Turbolader

Defekte Turbos sind vor allem für Kfz-Laien nicht einfach zu erkennen. Oft sind diese Schäden jedoch der Grund dafür, dass das Auto nicht so will, wie es soll. In vielen Fällen fehlt dem Teil ausreichend Öl. Das Öl aber wird benötigt, um die einzelnen Kfz-Teile des Abgasturboladers ständig zu schmieren. Eine mangelnde Qualität des Öls oder das Vorhandensein von Schmutzpartikeln oder Fremdstoffen beeinträchtigt die Funktion des Turbos ebenfalls. Über lange Zeit können Fremdpartikel beispielsweise das Verdichterrad des Autoteils massiv schädigen, weil er dann weniger Luft in den Motor bringen kann. Erkennbar wäre dieses an einer schwächeren Motorleistung.

Den Turbolader vor Hitze schützen

Eine ausgiebige Tour mit dem Auto, die Geschwindigkeit genießen und kurz darauf das Fahrzeug abstellen, ohne dass der Turbo etwas abkühlen kann … Das sollten Autofahrer tunlichst meiden, weil so Defekte an diesem Kfz-Teil entstehen können. Grund dafür ist, dass die Abgasseite des Turboladers enorme Hitze entwickelt. Wird der Motor in diesem Zustand abgestellt, kann die Hitze nicht mehr weitergeleitet werden. Damit kann jedoch das Öl zu Ölkohle verbrennen. Diese Ölkohle wiederum verschließt unter Umständen die Ölkanäle.

Der Turbolader beim Dieselfahrzeug

Ist ein Dieselfahrzeug mit einem Turbo ausgerüstet, kann der Rußpartikelfilter Defekte am leistungssteigernden Kfz-Teil hervorgerufen. Vor allem dann, wenn das Fahrzeug überwiegend für Fahrten in der Stadt benutzt wird. Gerade auf kurzen Strecken arbeitet der Rußpartikelfilter nämlich nicht effektiv. Das heißt: Die Partikel, die der Rußpartikelfilter festhält und die sonst etwa alle hundert Kilometer auf längeren Strecken verbrannt werden, sorgen für einen Rückstau im Abgastrakt. Dieser Abgastrakt wiederum wirkt direkt auf den Turbolader, sodass die Turbo-Welle beschädigt werden kann. Ist dieses der Fall, ist es für den Dieselfahrer in der Regel an Pfeiftönen wahrnehmbar. Dann sollte unverzüglich eine Kfz-Werkstatt angefahren werden, damit die defekte Welle des Turboladers ausgetauscht werden kann.
Allgemein gilt: Der Turbolader sollte regelmäßig gewartet und Defekte möglichst schnell fachmännisch behoben werden.