Schriftzug-Auto-Emblem-Modellbezeichnung-entfernen Modellbezeichnung am Auto schnell und sauber entfernen
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Besseres Aussehen, verstecken der Motorleistung, Understatement, leichtere Reinigung der Heckklappe: Es gibt verschiedene Gründe, warum Autofahrer die Bezeichnung am Heck ihres Kfz beseitigen möchten. Das funktioniert meist mit Hausmitteln. Wir erklären in diesem Ratgeber, wie Sie die Schrift mit ein paar Tipps und Tricks schonend lösen.

Die Modell- und Motorbezeichnung an der Heckklappe

Viele Autos verfügen über eine Bezeichnung am Heckdeckel, die Aufschluss über den Typ des Autos und die Motorgröße gibt. Diese lautet zum Beispiel beim Hersteller BMW „330d“. Die erste 3 steht für die Dreier-Modellreihe, die 30d für den Motor. Auch Zusatzkennzeichnungen wie das „M“ beim BMW sind möglich.

Das kann vom Fahrer gewünscht sein, wenn er möchte, dass Modellreihe und Motorisierung auf einen Blick erkennbar sind. Andere Fahrzeughalter hingegen möchten die Bezeichnung lieber nicht haben.

Welche Gründe sprechen für die Entfernung des Modellschriftzugs?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Autofahrer die Bezeichnung lösen wollen. Möglichkeiten hierfür sind:

  • Eine Heckklappe ohne Beschriftung sieht besser aus.
  • Über die Jahre setzt sich Schmutz in den Ecken fest, der nur mit viel Mühe entfernt werden kann.
  • Bei hochwertigen Fahrzeugen mit großen Motoren ist der Listenpreis des Autos nicht sofort ersichtlich.
  • Das Heck wäscht sich generell leichter, wenn Emblem und Schrift weg sind.

Ist es erlaubt, die Bezeichnung am Fahrzeugheck zu entfernen?

Das Logo und die Typbezeichnung auf der Heckklappe haben auf den Tüv keine Auswirkung. Was Sie hingegen nicht verändern oder beseitigen dürfen, ist das Typenschild auf dem Fahrgestell. Dieses muss am Fahrzeug bleiben, damit es anhand der Fahrgestellnummer eindeutig identifiziert werden kann.

Modellbezeichnung entfernen Schritt für Schritt erklärt

Sie können die Bezeichnung bei den meisten Autos lackschonend selbst lösen. Wir erklären in den folgenden Abschnitten, wie Sie die Schriftzüge lösen und die Stellen nachbehandeln. Rechnen Sie aber damit, dass ein leichter Schatten zurückbleibt, da der Lack um die Schrift herum etwas ausbleicht.

Sie benötigen zum Emblemcleaning folgende Werkzeuge und Hilfsmittel:

  • Heißluftpistole oder Föhn
  • Faden, beispielsweise Nähgarn oder Zahnseide
  • Politur
  • Tuch
  • Optional: Polierwerkzeug für den Akkuschrauber, Folienradierer
  • Optional je nach Befestigung: Spachtelmasse und Lack

Vorab: Befestigung prüfen

Achtung: Bei manchen Fahrzeugen sind Logo, Zahlen und Buchstaben nicht nur geklebt, sondern auch mit Stiften befestigt. In diesem Fall bleibt nach der Entfernung ein Loch zurück, welches Sie unbedingt verschließen müssen!

Sie können dies herausfinden, indem Sie die Verkleidung im Bereich des Logos demontieren. Wenn Sie im Bereich der Schriftzüge Löcher im Blech sehen, sollten Sie Material zum Ausbessern bereithalten. Möglicherweise finden Sie auch im Internet Informationen über die Befestigung der Modellbezeichnung.

1. Erwärmen

Beginnen Sie damit, die Zahlen und Buchstaben zu erwärmen. Hier bietet sich zum Beispiel ein Heißluftfön an. Die ideale Temperatur liegt bei etwa 50 bis 60 °C. Hier wird der Klebstoff etwas weicher und der Schriftzug lässt sich leichter trennen. Vorsicht ist aber wichtig, denn wärmer sollten die Stellen nicht werden. Bei zu hohen Temperaturen können die Lackschichten beschädigt werden.

Ein Tipp im Sommer: Stellen Sie das Fahrzeug in die Sonne. An einem heißen Tag mit Sonneneinstrahlung bekommt der Lack innerhalb einer Stunde ungefähr die richtige Temperatur.

2. Kleber durchschneiden

Beginnen Sie nun damit, den Klebstoff zu schneiden. Hier bietet sich ein dünner und stabiler Faden an, insbesondere ein Nähgarn oder Zahnseide. Führen Sie den Faden zwischen Schrift und Lack und bewegen Sie ihn mit vorsichtigen Bewegungen einmal hindurch.

Achten Sie darauf, dass Sie den Faden immer möglichst nah am Schriftzug führen. So vermeiden Sie Kratzer am Lack durch das Garn. Hier geht es um Zehntel-Millimeter, nehmen Sie sich also die nötige Zeit.

Wenn der Faden einmal hindurchgeglitten ist, sollte sich der jeweilige Buchstabe oder die Zahl mit wenig Kraft abnehmen lassen. Ist der Widerstand noch zu groß, wiederholen Sie den Schritt. Vermeiden Sie es,

3. Klebereste beseitigen

Nach dem Lösen der Schrift bleiben Reste vom Kleber zurück. Diese sehen unschön aus und sollten ebenfalls entfernt werden. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können die Stelle noch einmal erwärmen und versuchen, die Reste mit dem Finger abzurollen. Je nach Alter des Fahrzeugs reicht dies schon aus.

Sind die Klebstoffreste fest und lassen sich nicht per Hand entfernen, greifen Sie zu Hilfsmitteln. Das Abreiben des Klebers funktioniert relativ gut mit einem Radiergummi oder einem Folienradierer. Dieser hat eine raue Oberfläche und reibt die Überreste ohne viel Kraftaufwand ab. Sie können hierfür auch ein Tuch benutzen.

Alternativ können Sie auch ein Polierwerkzeug für den Akkuschrauber nutzen. Hier gibt es spezielle Aufsätze für Lack. Fahren Sie damit vorsichtig über die Stellen, um die Reste zu beseitigen. Prüfen Sie in kurzen Abständen den Fortschritt, damit Sie nicht zu tief schleifen.

Im Handel gibt es auch Lösungsmittel für Klebstoff. Diese beschleunigen diesen Schritt enorm. Wichtig ist aber, dass dieses Mittel anschließend wieder vollständig entfernt wird. Auf dem Lack verbleibende Lösungsmittel können die Lackschichten angreifen.

4. Reinigen

Sobald die Schrift und der Kleber beseitigt sind, geht es an die Reinigung. Hierfür sollten wirklich alle Klebstoffreste beseitigt sein, da diese sonst auf der Oberfläche reiben und feine Kratzer hinterlassen können. Prüfen Sie dies durch Fühlen mit dem Finger.

Nutzen Sie jetzt ein Autoshampoo oder ein anderes für das Fahrzeug geeignete Reinigungsmittel. Säubern Sie die Stellen ausgiebig mit reichlich Wasser, um jeden Schmutz abzuspülen. Das ist nötig, da Sie sonst mit der Politur im nächsten Schritt die oberen Lackschichten zerkratzen würden.

5. Polieren

Nun sollten Sie die Heckklappe im Bereich der Schriftzüge nachpolieren. Das hat mehrere Gründe:

  • Das Polieren versiegelt die obere Lackschicht.
  • Die Oberflächenkontur sieht gleichmäßiger aus.
  • Farbunterschiede durch Ausbleichen werden reduziert.

Achtung: Vermeiden Sie Kontakt der Politur mit Teilen, die nicht behandelt werden sollen. Lackpolitur enthält feine Partikel, welche die Oberfläche schleifen. Der Kontakt mit unsauberen Lackstellen oder etwa dem Rücklicht kann zu sichtbaren Kratzern führen. Decken Sie gefährdete Stellen am besten vorher mit einem Tuch oder Klebeband ab.

Tragen Sie die Politur nach Anleitung des Herstellers auf die zu behandelnden Stellen auf. Nun verreiben Sie das Poliermittel mit einem Polierschwamm oder einem Mikrofasertuch. Eine Schleifmaschine beschleunigt diesen Schritt, sollte aber mit Vorsicht bedient werden. Zu viel Druck oder langes Verweilen auf einer Stelle sorgt dafür, dass zu viel abgeschliffen wird. Anschließend spülen Sie die Reste mit viel Wasser ab und prüfen durch darüberstreichen, ob alle Unebenheiten beseitigt sind.

Ganz Easy Typenbezeichnung / Modellschriftzug ohne Schäden vom Lack entfernen | GLOSSBOSS

Je nach Auto: Löcher verschließen

Sind die Schriftzüge oder Schilder bei Ihrem Fahrzeug mit Stiften versehen, dann bleiben Löcher zurück. Diese können Sie mit einer geeigneten Spachtelmasse für Metall verschließen. Das ist wichtig, da sonst Wasser in die Klappe hineinlaufen kann. Am Fahrzeugheck wird bei der Fahrt viel Flüssigkeit aufgewirbelt.

Anschließend müssen Sie die Stellen polieren, bis diese vollständig glatt sind. Das erfordert meist mehrere Arbeitsgänge. Gehen Sie vorsichtig vor und prüfen Sie immer wieder die Beschaffenheit der Fläche. Als Letztes lackieren Sie die blanken Stellen mit dem passenden Lack. Bedenken Sie, dass es zu leichten Farbunterschieden kommen kann, wenn das Kfz schon ein paar Jahre älter ist.

Welche Kosten fallen für das Entfernen des Schriftzugs an?

Die Kosten für die Entfernung des Logos oder der Modelbezeichnung sind gering. Eine Politur beispielsweise kostet zwischen 5 und 20 €. Die Zahnseide erhalten Sie für einstellige Eurobeträge in der Drogerie. Nutzen Sie zum Nacharbeiten am besten eine spezielle Autopolitur. Diese ist für den Fahrzeuglack geeignet und beschädigt diesen bei richtiger Anwendung nicht. Wir raten hier von der Verwendung von Hausmitteln ab, da sich nicht abschätzen lässt, welche Effekte dies verursacht.

Die benötigten Werkzeuge und Reinigungsmittel finden Sie in unserem Shop. Unser Sortiment umfasst eine große Auswahl von Pflegemitteln rund um das Kfz. Auf Autoteile-Markt können Sie zwischen den Preisen von vielen Anbietern vergleichen und das günstigste Angebot warnehmen.

Haftungsausschluss

Unsere Ratgeber enthalten viele fachliche Informationen rund um das KFZ, die wir sorgfältig zusammengetragen haben. Diese Artikel können allerdings die Fachkenntnis eines Spezialisten nicht ersetzen. Autoteile-Markt haftet daher nicht für Schäden und Verletzungen, die durch unsachgemäß ausgeführte Reparaturen entstehen. Wir empfehlen grundsätzlich, Arbeiten am KFZ nur von einem Fachmann ausführen zu lassen.

Eine gute Kombination ist Hitze in Verbindung mit Zahnseide oder Nähgarn. Durch das Erwärmen weicht der Kleber auf und der Faden schneidet ihn durch. Die ideale Temperatur liegt zwischen 50 und 60 °C.

Sie können die Überreste entweder polieren oder mit einem Klebstoffentferner lösen. Zum Polieren eignet sich eine normale Autopolitur oder ein Radiergummi. Beachten Sie bei der Verwendung von Chemie unbedingt, dass Sie das Mittel anschließend vollständig vom Lack abwaschen müssen. Es kommt sonst eventuell zu Lackschäden.

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F. Selleng wurde in Köthen (Anhalt) geboren. Als ausgebildeter Mechatroniker bei der Deutschen Bahn, arbeitete er dort in der Wartung und Instandhaltung von Schienen-Baufahrzeugen.
Nach einer Fortbildung zum Industriemeister Elektrotechnik wechselte er später in die Autoindustrie nach Leipzig. In den folgenden Jahren arbeitete er bei Porsche und BMW.
Seit dem Schuljahr 2016/17 ist er als Fachlehrer für Elektrotechnik an einer Berufsschule tätig. Im gleichen Zeitraum begann er, als freier Autor fachliche Texte und Ratgeber zu verfassen.

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