Zahnriemen-300x199 Warum der Zahnriemen bzw. Steuerriemen regelmäßig erneuert werden muss

Zahnriemen
Foto: ©lorakss/depositphotos.com

Ein Fahrzeugmotor, der bei jeder Autofahrt zuverlässig Leistung bringt, ist schon eine wahre Freude. Zahlreiche Komponenten spielen hierbei eine erhebliche Rolle. So auch der Zahnriemen bzw. Steuerriemen. Was der Zahnriemen bzw. der Steuerriemen alles leistet und warum es wichtig ist, dieses Kfz-Bauteil wirklich regelmäßig gegen ein neues Ersatzteil auszutauschen, hat Autoteile-Markt, der Online-Markt für neue und gebrauchte Ersatzteile, für Sie zusammengestellt. Wer wartet, bis der Zahnriemen reißt, riskiert einen meist irreparablen und somit sehr kostspieligen Motorschaden.

Aufgabe des Zahnriemens bzw. Steuerriemens

Für die Fahrzeugleistung ist eine sehr gute Kraftstoffverbrennung erforderlich. Diesen Vorgang im Fahrzeugmotor exakt zu halten, ermöglicht unter anderem der Zahnriemen bzw. der Steuerriemen, der eine wichtige Komponente in der Motorsteuerung darstellt und die Nockenwelle mit der Kurbelwelle verbindet. Einfach ausgedrückt, öffnet und schließt die Nockenwelle die Einlassventile sowie die Auslassventile. Dieses gewährleistet, dass der Fahrzeugmotor mit dem Luft-Kraftstoffgemisch versorgt wird. Die Verbrennung dieses Gemisches treibt die Kolben an. Der Zahnriemen bzw. der Steuerriemen sorgt also dafür, dass die Steuerzeiten des Fahrzeuges präzise eingehalten werden und ermöglicht, dass Kolben und Ventile hervorragend zusammenspielen. Die thermische Energie, die bei den Vorgängen entsteht, wandelt die Kurbelwelle in mechanische um. Diese Energie gelangt über das Getriebe schließlich an die Fahrzeugräder. Der Zahnriemen bzw. der Steuerriemen leistet jedoch mehr, als nur die Nockenwelle anzutreiben. Die Wasserpumpe älterer Fahrzeuge wird ebenfalls oft durch den Zahnriemen angetrieben. Hinzu treiben Zahnriemen häufig die Einspritzpumpe an – genauso wie die Servolenkung.

Zahnriemen regelmäßig wechseln

Mit der Zeit und der Laufleistung wird das Material des Zahnriemens bzw. Steuerriemens spröde, kann reißen und so einen massiven Motorschaden auslösen. Um dieses zu vermeiden, sollte der Zahnriemen bzw. der Steuerriemen in regelmäßigen Intervallen gegen ein neues Ersatzteil ausgetauscht werden. Hinweise zum Wechselintervall geben die Automobilhersteller im jeweiligen Serviceheft des Fahrzeuges. Die Intervalle können je nach Hersteller deutlich variieren. So können die Wechselintervalle bei einem älteren Fahrzeugmodell 60.000 Kilometer betragen, während der Zahnriemenwechsel bei neuen Fahrzeugmodellen erst alle 250.000 Kilometer durchgeführt werden muss. Bei neueren Fahrzeugen wird der Zahnriemen bzw. Steuerriemen weniger stark belastet, da dieser hier lediglich die Nockenwelle antreibt und nicht noch zusätzlich die Wasserpumpe. Viele sind der Ansicht, dass der Zahnriemen nach sechs Jahren das erste Mal erneuert werden sollte. Allerdings ist es sicherer, sich auf die Angaben des Herstellers zu verlassen.

Zahnriemen etwa alle 30.000 Kilometer prüfen

Starke Temperaturschwankungen oder auch eine geringere Laufleistung des Fahrzeuges beeinflussen wie eine hohe Laufleistung den Zahnriemen. Das Material wird selbst dann spröde, wenn das Auto nur kurze Strecken zurücklegt. Es ist daher ratsam, den Zahnriemen alle 30.000 Kilometer in einer Kfz-Werkstatt sorgsam kontrollieren zu lassen. Ist der Zahnriemen zu locker, kann dieser gleich nachgespannt werden.

Zahnriemen wechseln lassen – die Kosten

Von knapp 500 € bei einem VW Touran 1.9 TDI Baujahr 2007 bis über 700 € bei einem Skoda Oktavia 2.0 RS Baujahr 2011 variieren die Kosten für den Wechsel des Zahnriemens. Fahrzeugmodell, Fahrzeugmotor und Baujahr beeinflussen die Kosten. Neben dem Ausbau des alten Zahnriemens und dem Einbau des neuen werden gleichzeitig die Spann- und Umlenkrollen gegen neue Ersatzteile ausgetauscht. Da der Zahnriemen bei vielen Fahrzeugen nah am Fahrzeugmotor sitzt, ist es oft erforderlich, den kompletten Motor für den Wechsel des Zahnriemens auszubauen. Auch das wirkt sich dann auf die Höhe der Kosten aus. Selbstverständlich kann der Wechsel in einer freien Werkstatt durchgeführt werden. Allerdings ist es möglich, dass den dortigen Automechanikern aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeugmodelle die Erfahrung fehlt. Wer sicher sein will, wendet sich an die Vertragswerkstatt.

Zahnriemen selber austauschen – nur für Experten

Den Zahnriemen selbst gegen ein neues Ersatzteil auszuwechseln, sollten nur diejenigen, die sich wirklich auskennen. Wird vor dem Austausch nicht penibel die Stellung aller Zahnräder aufgezeichnet, das Ersatzteil nicht präzise eingesetzt und die Zahnräder nicht in die korrekte Ausgangslage gebracht, führt dieses unter Umständen dazu, dass Nockenwelle und Kurbelwelle asynchron arbeiten. Auch das kann zu einem kostspieligen Motorschaden führen.

Zahnriemen oder Steuerkette?

Eine Zeit lang betrachteten Automobilhersteller die Steuerkette als Alternative zum Zahnriemen. Schließlich sei diese weniger anfällig als der Zahnriemen. Doch inzwischen fand eine Abkehr von der Steuerkette statt, da der Zahnriemen einfacher auszutauschen ist.

 

An Ihrem Fahrzeug steht der Wechsel des Zahnriemens an? Einen neuen Zahnriemen finden Sie auf Autoteile-Markt, dem Online-Markt für neue und gebrauchte Ersatzteile.