Mit dem Winter kommen nicht nur kalte und ungemütliche Temperaturen und Tage, sondern auch echte Gefahren. Ein Horror für Autofahrer ist sicherlich das Glatteis. Nicht unbedingt das Eis, welches sich im Winter nach (Eis-)Regen und Schnee auf den Straßen bilden kann, sondern das, was scheinbar aus dem Nichts kommt. Gerade war noch alles gut, plötzlich ist die Straße eine reine Rutschbahn. Und noch schlimmer: Es ist nicht überall, wodurch Stürze und Unfälle noch gefördert werden. Aber gibt es da nicht Tricks, mit denen sich Autofahrer in der Spur halten können? Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal an.

Glatteis Das Glatteis naht – passende Tipps und gutes Equipment zur Vorbereitung
Abbildung 1:Was tun bei Glatteis? Autofahrer müssen vor allem vorausschauend fahren, jedoch gibt es zusätzlich einige wichtige Sicherheitsaspekte.

Informationen sind alles

Fakt ist: An kühlen und feuchten Wintertagen sollte jeder, der das Haus verlässt, mit rutschigen oder gar glatten Verhältnissen rechnen. Es braucht nicht einmal echtes Glatteis sein, auch glitschig-matschige Untergründe, Raureif oder angefrorener Boden sind gefährlich. Reiter wissen zudem, dass Asphalt nicht Asphalt ist, denn auf den mit dunklen Streifen ausgebesserten Stellen ist die Straße weit rutschiger, als sonst. Im Winter gilt also für alle Straßenbenutzer, mit allem zu rechnen und sich bestens vorzubereiten:

  • Wetterstation – sie sind unglaublich praktisch. In modernen Autos sind bereits Sensoren verbaut, die dem Fahrer Straßentemperatur, Außentemperatur, teilweise Wetterberichte und Warnungen bieten. Doch auch für den Hausgebrauch gibt es gute Wetterstationen mit und ohne Funk. Sie besitzen einen Außensensor, der, je nach Station folgende Attribute erfüllt: Luftdruck/Wettervorhersage, Temperatur, Luftfeuchtigkeit. Es sind auch Bodensensoren möglich. Die Daten werden per Funk an die eigentliche Station im Haus gesendet, an der nun alle Details abgelesen werden können. Wer sich eine solche Station anschafft, der sollte gleich auf einen Innensensor achten, der auch im Haus die Temperatur und Luftfeuchtigkeit misst.
  • Wetterberichte – das ist das Schöne an der heutigen Zeit. Wetterberichte stammen nicht mehr allein aus der Zeitung, dem Radio und dem TV, sondern sie sind stets via Smartphone mit dabei. Der Vorteil: Es lassen sich präzise Orte einstellen.
  • Wetterwarnungen – für das Smartphone gibt es diverse Warndienste. Die Wetterwarnungen springen nicht nur bei Glatteis an, sondern auch bei Sturm, Starkregen, Schnee und Unwetter.

Gut sind Kombinationen. Die Wetterstation gehört natürlich nach Hause, doch unterwegs sollten die Hilfen genutzt werden, die auf dem Smartphone möglich sind.

Schutzmaßnahmen- wie Autofahrer das Chaos vermeiden

Das Tückische an Glatteis ist, dass man es nicht sieht. Die beste Vorbereitung für Autofahrer ist daher, im Winter immer mit glatten Straßen zu rechnen und die anderen Verkehrsteilnehmer genau zu beobachten.

  1. Winterreifen sind absolute Pflicht
    Wem seine Sicherheit als Autofahrer etwas bedeutet, sollte spätestens im Oktober auf Winterreifen umstellen. Bevor die eingelagerten Winterreifen aufgezogen werden, ist ein genauer Check wichtig. Ist noch genug Profil auf den Reifen? Existieren Beschädigungen oder andere Beeinträchtigungen? Ist dies der Fall, steht der Kauf von Ersatzreifen an. Der Reifen & Felgenkonfigurator von Reifenvertrieb24 kann hierbei eine große Hilfe darstellen, da er die Auswahl stark vereinfacht.
  2. Waldschneisen/Bergkuppen – in diesen Bereichen besonders wachsam fahren
    Es gibt bestimmte Straßenzüge, die im Winter eher glatt werden. In Wäldern breitet sich der Bodenfrost schnell auf den Straßen aus, was zu Raureif und Glätte führt. Auch Bergkuppen oder überhaupt Erhebungen sind recht gefährlich. Wer hier also besonders vorsichtig fährt, vermeidet brenzlige Situationen.
  3. Fußgänger: Ebenfalls ein Hinweis auf Glatteis
    Können die äußeren Verhältnisse auf Glätte hindeuten, sollten Autofahrer noch besser auf Fußgänger achten. Und zwar nicht nur darauf, sie nicht zu verletzen, sondern auch darauf, wie diese sich bewegen. Gehen sie vorsichtiger? Das kann ein Zeichen sein, dass es auf den Gehwegen bereits glatt ist. In diesem Fall sollte auch der Fahrer gedanklich in den Sicherheitsmodus schalten.
  4. Geschwindigkeit: Längere Bremswege zwingen zu langsamerem Fahren
    Bei Glätte oder dem Verdacht auf Glätte ist eine Reduzierung der Geschwindigkeit eine der wichtigsten Maßnahmen überhaupt. Die Witterung sorgt nämlich dafür, dass sich Bremswege verlängern. Wer langsamer Unterwegs ist, kann somit trotzdem noch früh genug anhalten.
  5. Abstand – auch dadurch den längeren Bremswegen Rechnung tragen
    Im Winter sollte grundsätzlich mehr Abstand zum Vordermann gehalten werden. Auch dies ist den deutlich verlängerten Bremswegen geschuldet, die ansonsten zu schlimmen Unfällen führen können. Experten raten dabei, den Abstand zum Vordermann im Vergleich zur normalen Witterung zu verdreifachen.
  6. Schleichwege sind im Winter gefährlicher
    Wer in seiner Stadt gerne Schleichwege zu einem bestimmten Ziel nutzt, sollte bei Glatteis und Schnee vorsichtig sein. Mitunter werden gerade kleine Nebenstraßen im Winter nicht geräumt und gestreut, so dass dort die Gefahr noch einmal deutlich höher ausfällt.
  7. Ruhige Fahrweise hilft bei Glatteis
    Zu guter Letzt ist die generelle Fahrweise bei Glatteis ebenfalls sehr wichtig. So sollten Autofahrer nach Möglichkeit die Ruhe bewahren. Hierzu gehört auch, nicht zu heftig Gas zu geben, da dies zum Abrutschen führen kann. Auch zu hastiges und plötzliches, scharfes Lenken kann dazu führen, dass das eigene Fahrzeug ins Schleudern gerät. Wer die Ruhe bewahrt, hat bei Glatteis also schon viel gewonnen.
glatte-straßen Das Glatteis naht – passende Tipps und gutes Equipment zur Vorbereitung
Abbildung 2: Bei extremem Glatteis haben Autofahrer nur noch begrenzten Einfluss auf das eigene Fahrzeug. In Extremfällen ist zu überlegen, den Wagen lieber stehen zu lassen.

Fazit – Vorsicht ist die beste Vorbereitung

Die größte Problematik an Glatteis ist, dass man es kaum sieht. Eine noch regennasse Straße wirkt kaum anders als eine zu Eis gefrorene, und wenn man erst auf dem Eis ist, hilft nur, einen klaren Kopf zu bewahren und auf eine besonders sicherheitsbewusste Fahrweise umzusteigen. Zusätzlich gilt, im Winter besonders achtsam zu sein und die Wetteraussichten im Blick zu behalten. Autofahrer sollten sich bei übler Glätte notfalls einen sicheren Parkplatz suchen und warten, bis die Straßen gestreut wurden. Wer zusätzlich auch noch kleine nicht gestreute Straßen nach Möglichkeit meidet, hat bereits wichtige Schritte in Sachen Fahrsicherheit im Winter gemacht.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ Markus60138 (CC0-Lizenz) / pixabay.com

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