strassenverkehr_im_winter-300x199 Straßenverkehr im Winter - Gibt es mehr Stau?

Straßenverkehr im Winter
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Straßenverkehr im Winter: Ist er in der kalten Jahreszeit stockender?

Früh einsetzende Dämmerung, eine lange Dunkelheit, nasses Laub auf den Straßen, Nebel, Frost, Schnee, Regen, Graupelschauer, Glätte – ab Herbst wird das Fahren durch unterschiedliche und flink wechselnde Witterungsverhältnisse für viele Autofahrer zu einer wahren Herausforderung im Straßenverkehr im Winter. Neben der schlechteren Sicht warten zusätzliche Tücken: Der morgendliche Berufsverkehr wirkt voller, der abendliche ebenso. Im Grunde wirkt es, als würde in der kalten Jahreszeit wirklich jede Fahrt dazwischen länger dauern, weil mehr Staus den Verkehr stoppen – ganz gleich, wie spät es ist. Stimmt das oder täuscht dieser Eindruck?

Straßenverkehr im Winter: Wann die Zeit der meisten Staus ist

Es kommt Autofahrern in der Tat nur so vor, als würden sie im Herbst und im Winter ständig im Stau stehen und kaum vorankommen. Zahlen und Statistiken zeigen nämlich etwas anderes: In den kalten Monaten ist es tatsächlich eher ruhig auf den Straßen – zumindest was Staus betrifft. Im Jahr 2016 war der September der Monat, an dem vieles auf den Straßen zu erliegen kam und die meisten Staus erfasst wurden, noch vor dem Juli und dem August. In den Jahren zuvor kam mit dem Oktober der stockende Straßenverkehr im Winter. Und der staureichste Wochentag ist der Freitag, wenn die Staukilometer die Grundlage sind. Warum aber erscheint es vielen Autofahrern so, als würden sie in der kalten Jahreszeit von einem Stau in den nächsten geraten?

Der Straßenverkehr im Winter fließt in der kalten Jahreszeit langsamer

Dass Autofahrern der Straßenverkehr in den kalten Monaten träger vorkommt, liegt daran, dass der Straßenverkehr im Winter mit geringeren Geschwindigkeiten fließt. Ursache hierfür ist zum einen bei den Witterungsbedingungen auszumachen. Bei Glatteis oder durch Schnee verursachte glatte Fahrbahnen fahren Autofahrer bedachter und drosseln aus gutem Grund die Geschwindigkeit. Ein Forscher der Technischen Universität in Dortmund führt Aspekte an, die den Straßenverkehr im Winter träger werden lassen.

Einfluss der Feiertage auf den Straßenverkehr

Hat ein Monat oder eine Jahreszeit mehr Feiertage, und somit mehr arbeitsfreie Zeit, zeigt sich dieses an der Reisefreudigkeit der Menschen. Die Konsequenz liegt auf der Hand: Mehr Menschen sind mit ihren Fahrzeugen unterwegs, der Straßenverkehr ist damit dichter. Ein langes Wochenende nutzen viele zu einem Kurztrip, um die vier Wände zu verlassen und die Tage woanders voll auszukosten. Zusätzlich nehmen viele die vorweihnachtliche Zeit zum Anlass, um Familie oder Freunde zu besuchen und diese besonders stimmungsvolle Zeit miteinander zu verbringen.

Zum Geschenkekauf geht es oft mit dem Auto

Ganz ehrlich, wer möchte schon alle Geschenke für Heiligabend mit öffentlichen Transportmitteln nach Hause bringen? Eben. Der Christbaum wird ebenfalls mit dem Fahrzeug transportiert sowie all die Köstlichkeiten und Getränke für die Festtage. Und andere halten es, wenn ein Auto vorhanden ist, genauso. Das Ergebnis: Es sind mehr Autos für Strecken unterwegs, die viele sonst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen würden. Ist es draußen zudem ungemütlich, bevorzugen ebenfalls viele eine Fahrt mit dem eigenen Auto, um bequem ans Ziel zu gelangen.

Die Witterung beeinflusst den Straßenverkehr im Winter

Glatteis, Nebel, Graupelschauer, starker Schneefall – all dieses hat Auswirkungen auf den Straßenverkehr im Winter. Der Vordermann kommt ins Rutschen, das Bremsen bei Glatteis schwierig, schon ist ein Auffahrunfall passiert und Sie benötigen z.b. eine neue Stoßstange oder einen neuen Scheinwerfer für Ihren Wagen.  Die winterlichen Gefahren und die Unfälle wiederum führt in der kalten Jahreszeit zu einem schnell zähfließenden Straßenverkehr. In den anderen Monaten ist dieses Phänomen nicht so ausgeprägt. Gerade jetzt ist es für Autofahrer wichtig, einen genügenden Abstand zum Vorderfahrzeug einzuhalten.

Idealer Straßenverkehr im Winter herrscht, wenn alle etwa das gleiche Tempo haben

Ideal ist es, wenn alle Verkehrsteilnehmer in etwa mit dem gleichen Tempo unterwegs sind. Plötzliche Wechsel der Fahrgeschwindigkeiten, die ein Risiko für das Entstehen eines Staus sind, würden somit vermieden. Damit ist nicht gemeint, dass nun alle Autofahrer das Gaspedal ihres Fahrzeuges durchdrücken müssen. Es gilt, das Extrem zwischen Rasen und bedächtige Fahren zu vermeiden. Das Wetter ist nicht zu beeinflussen. Sind Sie in der kalten Jahreszeit mit dem Auto unterwegs, ärgern Sie sich nicht über langsam fließenden Verkehr. Wer volle Straßen im Dezember umgehen will, könnte die Geschenke künftig vielleicht doch ein wenig früher kaufen. Aber nehmen wir uns dieses nicht Jahr für Jahr vor?

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, Autoteile-Markt, der Online-Markt für neue und gebrauchte Ersatzteile, wünscht Ihnen eine freie und vor allem jederzeit sichere Fahrt an Ihr Ziel. Kommen Sie gut durch und gut an!