TitelBild-Kennzeichenbeleuchtung-Auto-auf-LED-selbst-wechseln-1024x768 LED Kennzeichenbeleuchtung nachrüsten – Wissenswertes & Anleitung zum selber machen

Die Kennzeichenbeleuchtung der meisten Autos wurde in der Vergangenheit mit Glühbirnen ausgeführt. Die LED ist jedoch das neuere Leuchtmittel und hat viele Vorteile gegenüber den alten Glühbirnen. Die Kennzeichenbeleuchtung ist ein sicherheitsrelevantes Teil des Autos, folglich gibt es gesetzliches zu beachten, wenn Sie diese tauschen möchten. Wir zeigen in unserem Ratgeber, welche gesetzliche Vorgaben es gibt, welche Vorteile die LED Kennzeichenbeleuchtung hat und wie Sie diese selber nachrüsten.

Funktion der Kennzeichenbeleuchtung

Die Hauptfunktion der Kennzeichenbeleuchtung ist, dass sie das Kennzeichen großflächig ausleuchtet. Sie gewährleistet, dass das Kennzeichen auch im Dunkeln zweifelsfrei lesbar bleibt. Dazu werden oberhalb des Kennzeichens mehrere Leuchtmittel in die Kofferraumklappe des Autos eingelassen, die das Kennzeichen auf der ganzen Breite beleuchten.

Die Kennzeichenbeleuchtung ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil des Autos. Sie unterliegt damit nicht nur der StVO, sondern auch einigen EU-Vorgaben. Willkürliche Änderungen an der Beleuchtung sind grundsätzlich verboten. Anpassungen und Modernisierungen sind nur im Rahmen spezieller Bestimmungen erlaubt, daher sollten Sie mögliche Fehler beim Erneuern ausschließen.

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Unterschied Glühbirnen & LED

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LED Glühlampe
©Foto: denisds/depositphotos.com

Glühbirnen nutzen ein sehr altes System. Elektrischer Strom heizt einen Draht auf bis dieser glüht, daher der Name. Glühbirnen sind einfach im Aufbau und ihre Lichtfarbe ist ein angenehmes warmweiß. Sie brauchen durch den geringen Wirkungsgrad jedoch recht viel Strom, um die gewünschte Helligkeit zu erreichen und weisen im Schnitt eine kurze Lebensdauer auf. Glühbirnen werden nicht nur beim Auto, sondern auch in anderen Bereichen aus dem Geschäft gedrängt.

Die LED ist die neuere Variante. Sie wird wahlweise als Leuchtdiode, Lichtemitterdiode, Lumineszenzdiode oder Light Emitting Diode ausgeschrieben. Hier glüht nichts mehr, sondern es kommen Halbleiterkristalle zum Einsatz, die durch den Stromfluss Licht aussenden. Hohe Temperaturen gehören damit der Vergangenheit an, was die LED sparsamer macht. Die Vorteile überwiegen klar: Eine LED arbeitet mit weniger Wärme, braucht weniger Strom, hat eine viel längere Lebensdauer und ist in allen Lichtfarben von kaltweiß bis warmweiß erhältlich. Ihr einziger Nachteil ist der höhere Anschaffungspreis.

LED Kennzeichenbeleuchtung – Gesetzliche Vorgaben

Beachten Sie beim Tauschen der Kennzeichenbeleuchtung, dass diese über eine Bauartgenehmigung verfügen muss. Ist dies nicht der Fall, erlischt die Betriebserlaubnis für das Auto. Damit kommen Sie durch keine Hauptuntersuchung mehr und müssen sogar mit Strafen rechnen. Gesetze besagen generell, dass farbige Leuchtmittel verboten sind. Zulässig sind nur die Farbtöne warmweiß bis kaltweiß.

Ihre neue LED Kennzeichenbeleuchtung sollte im Idealfall über eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) oder ein ECE-Prüfzeichen (Economic Commission for Europe) verfügen, auch kurz E-Prüfzeichen genannt. Beide Prüfzeichen haben die gleiche Bedeutung: Das Produkt wurde auf Antrag für alle Autos des Herstellers allgemeinverbindlich zugelassen. Der einzige Unterschied ist, dass die ABE für Deutschland gilt, das ECE Prüfzeichen hingegen für die gesamte EU.

Möchten Sie unbedingt eine LED Kennzeichenbeleuchtung ohne ABE oder ECE-Prüfzeichen einbauen, dann müssen Sie diese einer geeigneten Stelle (z. B. TÜV, DEKRA) vorführen. In einer Einzelabnahme wird bestimmt, ob die Kennzeichenbeleuchtung den geltenden Vorschriften entspricht. Ist dies der Fall, erfolgt ein Eintrag in die Zulassungsbescheinigung. Bedenken Sie aber, dass die Einzelabnahme immer mit Kosten verbunden ist.

Mögliche Fehler an der Kennzeichenbeleuchtung

Die häufigsten Fehler der Kennzeichenbeleuchtung beim Auto sind:

  • Komplettausfall
  • Ausfall einer Seite
  • Schwankungen der Beleuchtung, z. B. beim Blinken

Ein vollständiger Ausfall der Kennzeichenbeleuchtung hat häufig nichts mit der Beleuchtung selbst zu tun. Selten kommt es vor, dass bei Leuchtmittel kurz hintereinander ausgefallen sind. Meist liegt der Fehler in einer defekten Sicherung, z. B. durch einen Kurzschluss. Untersuchen Sie die Sicherungen und prüfen Sie, ob die Batterie ordnungsgemäß funktioniert.

Fällt nur eine Seite der Kennzeichenbeleuchtung aus, ist entweder das Leuchtmittel auf dieser Seite kaputt oder ein Kabel defekt. Prüfen Sie das Leuchtmittel auf Funktionalität und untersuchen Sie dessen elektrische Verbindung.

Wenn die Beleuchtung flackert oder ihre Helligkeit verändert, liegt meist ein Massefehler vor. Ursache sind meist schlechte Kontaktstellen oder eine Verbindung mit einer falschen Masse. Häufig tritt der Fehler in Abhängigkeit vom Wetter unterschiedlich stark auf. Untersuchen Sie Stecker und Anschlüsse auf korrodierte oder feuchte Stellen.

LED Kennzeichenbeleuchtung selber nachrüsten – Schritt für Schritt Ratgeber

Ihre Kennzeichenbeleuchtung am Auto ist defekt oder Sie möchten diese gegen sparsame LEDs tauschen? Kein Problem, folgen Sie einfach unserem Ratgeber. Das Nachrüsten der LED Kennzeichenbeleuchtung können Sie bei jedem Auto selber vornehmen. Sie brauchen in der Regel keine speziellen Werkzeuge für das Wechseln. Bei den meisten Autos reicht ein Set Kreuz- oder Schlitzschraubendreher für das Nachrüsten der LED Kennzeichenbeleuchtung aus. Hilfreich, aber nicht zwingend notwendig, ist eine kleine Arbeitslampe.

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1. Vorbereitung

Stellen Sie Ihr Auto an einem geeigneten Ort ab. Sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung, besonders im hinteren Bereich. Schalten Sie vor dem Tauschen der Kennzeichenbeleuchtung unbedingt die Zündung aus. Nehmen Sie die neue LED Beleuchtung zum Nachrüsten zur Hand und packen Sie diese aus. Die folgenden Schritte beschreiben das Tauschen einer Lampe. Der Ablauf ist am Auto jedoch bei beiden Lampen genau gleich.

Das Abklemmen der Batterie ist nicht zwingend nötig. Bei den meisten Autos müssen Sie zum Tauschen der Kennzeichenbeleuchtung keine offenen Leitungen berühren. Sicher ausschließen können Sie dies aber auf den ersten Blick nicht. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, klemmen Sie einfach den Minuspol der Batterie ab. Dieser zusätzliche Aufwand von einer Minute schadet nicht, schützt Ihr Auto aber vor elektrischen Fehlern.

2. Leuchte demontieren

Schauen Sie sich nun die eingebaute Kennzeichenbeleuchtung genau an, bei Bedarf mithilfe der Arbeitsleuchte. Die Form der Kennzeichenlampen ist rechteckig und meist befindet sich an einer kurzen Seite eine Vertiefung. Nutzen Sie diese, um mit einem Schlitzschraubendreher die komplette Lampe zu lösen. Sie sollten diese nun herausziehen und den Stecker können. Sehen Sie sich den Mechanismus an und lösen Sie den Stecker.

Bei einigen Autos sind die Lampen verschraubt. In diesem Fall nutzen Sie einen Schlitz- oder Kreuzschraubendreher, um die betreffenden Schrauben zu lösen. Dann sollte sich die Lampe ebenfalls entfernen lassen. Trennen Sie den Stecker wie vorgesehen von der Lampe.

3. Stecker anpassen

Sehen Sie sich die neue Kennzeichenbeleuchtung zum Nachrüsten an. Bei den meisten Teilen ist bei Lieferung bereits alles vorbereitet und ein Adapter angebracht, der auf den Stecker Ihres Autos passt. In diesem Fall können Sie diesen Schritt überspringen und mit 4. fortfahren.

Passt der Stecker nicht an die neue Beleuchtung, müssen Sie diesen anpassen. Hierzu entfernen Sie die Klammer zur Verriegelung der Polstifte. Nun können Sie diese anpassen, am besten mit einem ISO-Entriegelungswerkzeug (Auspinwerkzeug, meist Mini-ISO). Suchen Sie in der Anleitung der neuen Kennzeichenbeleuchtung nach Hinweisen, wie die Belegung geändert werden muss. Anschließend bringen Sie die Verriegelung der Stifte wieder an.

4. LED Kennzeichenbeleuchtung einbauen

Der Stecker passt, nun können Sie die Kennzeichenbeleuchtung gegen moderne LEDs tauschen. Vorher sollten Sie die Öffnung für die Lampe noch reinigen. Nutzen Sie hierfür ein feuchtes Tuch, bei starken Verschmutzungen können Sie etwas Reinigungsmittel einsetzen.

Verbinden Sie den Stecker der Lampe mit dem des Autos. Das Leuchtmittel ist normalerweise bereits eingebaut. Falls nicht, setzen Sie das Leuchtmittel in die vorgesehene Halterung ein und achten Sie auf die richtige Abstrahlrichtung der LEDs. Schieben Sie den Stecker und das Kabel soweit in den Hohlraum zurück, dass Sie die neue Lampe in der vorgesehenen Öffnung befestigen können. Klipsen oder schrauben Sie die Lampe fest, je nachdem, wie Sie diese gelöst haben.

5. Test

Wenn Sie in Schritt 1 die Batterie abgeklemmt haben, müssen Sie diese zuerst wiederanschließen.

Stecken Sie nun den Zündschlüssel des Autos ein und schalten Sie die Zündung auf Stufe 2. Schalten Sie das Abblendlicht ein, um damit auch die Kennzeichenbeleuchtung zu aktivieren.

Steigen Sie aus und sehen Sie sich die neue LED Kennzeichenbeleuchtung an. Leuchten beide Lampen das Kennzeichen gut aus? Testen Sie die Beleuchtung in einem dunklen Raum oder unter einer Decke, falls Sie es schlecht erkennen können. Das Kennzeichen ist bei Dunkelheit vollständig ausgeleuchtet? Dann war das Tauschen der LED Kennzeichenbeleuchtung erfolgreich.

Kosten beim selber nachrüsten der LED Kennzeichenbeleuchtung

Sie möchten die Nachteile der Glühbirnen beseitigen und für Ihre Kennzeichenbeleuchtung sparsame LEDs nachrüsten? Dann folgen Sie einfach unserer Einbauanleitung und nehmen Sie den Austausch selber vor. Die LED Kennzeichenbeleuchtung kostet meist zwischen 10 und 20 € pro Paar. Das erforderliche Werkzeug zum Tauschen finden Sie in jeder Werkstatt und der Zeitaufwand beträgt meist nur wenige Minuten.

LED Kennzeichenbeleuchtung in der Werkstatt nachrüsten lassen

Natürlich können Sie das Tauschen der alten oder defekten Kennzeichenbeleuchtung an Ihrem KFZ auch in einer Werkstatt vornehmen lassen. Der große Vorteil ist, dass Sie hier auf jeden Fall ein für Ihr Auto zugelassenes Produkt bekommen. Die Kosten fallen jedoch mit 40 bis 60 € deutlich höher aus als beim selber tauschen.

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