funktionsweise-einer-autoklimaanlage-280x158 So funktioniert die Klimaanlage

Eine Klimaanlage besteht aus diversen Kfz-Teilen wie beispielsweise Kompressor, Keilriemenscheibe, Kondensator, Verdampfer und Innenraumgebläse (Foto: bizoon / depositphotos.com)

Ob glühende Hitze oder eisige Kälte, Klimaanlagen sorgen beim Fahren stets für angenehme Temperaturen im Fahrzeuginneren. Entwickelt wurde die Klimaanlage bereits im Jahr 1911 von dem US-Amerikaner W. H. Carrier. Erst 27 Jahre später wurde erstmals eine Klimaanlage in ein Fahrzeug eingebaut. Seitdem wurde dieses Kfz-Teil stark weiterentwickelt und gehört mit ihrer Klimaautomatik längst zur Grundausstattung eines Fahrzeuges.

Die Klimaanlage: von den Anfängen bis zur Automatik

Kühle Temperaturen, die richtige Luftfeuchtigkeit sowie die Luftqualität während des Fahrens beeinflussen die Konzentration des Fahrers und wirken so indirekt auch auf die Fahrsicherheit ein. Jederzeit ein definiertes Raumklima im Fahrzeuginneren zu bieten, war und ist Ziel der Klimaanlage. Obwohl die erste Klimaanlage schon 1911 entwickelt wurde, war diese Erfindung für die Automobilbranche aufgrund der Größe ungeeignet. Funktion und Größe so zu vereinen, dass Klimaanlagen auch in Autos montiert werden konnten, gelang erst Ende der 30er Jahre. Es war ein einfaches Modell, das mechanisch wie beispielsweise über Drehregler bedient wurde. Mit der Klimaautomatik gelang es schließlich, den Autofahrern ein Kfz-Teil zu bieten, das auf Knopfdruck das gewünschte Klima im Fahrzeuginneren erzeugt. Da eine Klimaanlage außerdem gegen beschlagene Scheiben wirkt und für freie Sicht sorgt, erhöht sie zusätzlich die Fahrsicherheit.

Wie eine Klimaanlage mechanisch funktioniert

Eine Klimaanlage besteht aus diversen Kfz-Teilen wie beispielsweise Kompressor, Keilriemenscheibe, Kondensator, Verdampfer und Innenraumgebläse. An die Belüftung des Autos wird die Klimaanlage montiert. Über die Belüftung des Fahrzeuges gelangt die Außenluft ins Innere. Zunächst gelangt sie an einen sogenannten Verdampfer, einem Wärmetauscher im Innenraum. Das flüssige Kältemittel wird in diesen Verdampfer gespritzt – und zwar von einer Hochdruck- in eine Niedrigdruckkammer. Durch diese Druckveränderung wechselt das Kältemittel den Aggregatzustand und wird gasförmig. Die für diesen Prozess erforderliche Wärme wird der Luft entzogen, die vorbeiströmt. Das verdampfte Kältemittel wird von dem in der Klimaanlage vorhandenen Kompressor angesogen und verdichtet. Der Kondensator wiederum kühlt das komprimierte gasförmige Kältemittel ab. In Folge wird das Kältemittel erneut verflüssigt. Dabei wird Wärme erzeugt, die an die Umgebung abgegeben wird. Ist das Kältemittel flüssig, wird es in den Verdampfer geleitet und der Prozess beginnt erneut. Die Klimasteuerung ermöglicht dem Autofahrer, die Menge an warmer oder kalter Luftzufuhr zu definieren.

Klimaanlage und Spritverbrauch

Eine aktivierte Klimaanlage erhöht den Spritverbrauch, da für die Verdichtung des Kältemittels Energie benötigt wird. Der in der Klimaanlage vorhandene und arbeitende Klimakompressor erhöht den Arbeitswiderstand des Fahrzeugmotors. Dieser Widerstand hat einen erhöhten Spritverbrauch von durchschnittlich 2,5 Litern auf 100 Kilometer zur Folge. Ziel der Automobilbranche ist die Weiterentwicklung von Klimaanlagen, um diesen Mehrverbrauch zu reduzieren.