bremsbelaege_wechseln-300x200 Bremsbeläge wechseln - Unsere Tipps

Bremsbeläge wechseln
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Bremsbeläge regelmäßig warten

So mancher Unfall wird durch aufmerksames Fahren sowie in heiklen Situationen durch rechtzeitiges Bremsen und Stoppen des Autos verhindert. Für die Sicherheit ist es absolut notwendig, die Bremsanlage und die Bremsbeläge des Fahrzeugs regelmäßig – also alle sechs Monate – sorgsam zu warten. Die Überprüfung der Bremsanlage und der Bremsbeläge kann in einer erfahrenen Kfz-Werkstatt durchgeführt werden. Autointeressierte und fachmännisch begabte Hobby-Kfz-Mechaniker können diese Kontrolle selbst vornehmen und auch die Bremsbeläge eigenhändig wechseln. Hilfreich ist es, diese Arbeiten in einer Selbsthilfewerkstatt durchzuführen, da diese über die erforderliche Ausstattung und die Werkzeuge verfügt. Zusätzlich stehen die dortigen Experten bei Fragen unterstützend zur Seite. Ist keine Selbstwerkstatt in der Nähe, muss statt einer Hebebühne der Wagenheber ran.

Bremsbeläge wechseln: die Vorbereitung

Vor dem Wechsel müssen die für das Fahrzeug richtigen Kfz-Ersatzteile beschafft werden. Diese erhalten Sie beim Fachhändler oder bequem auf autoteile-markt.de, dem Online-Marktplatz für neue und gebrauchte Ersatzteile. Dann muss gutes Werkzeug für den Wechsel der Bremsbeläge parat gelegt werden. Benötigt werden Unterstellböcke, der Wagenheber, Radkeile, Radkreuz, eine Wasserrohrzange sowie ein Inbus- bzw. ein Maulschlüssel. Liegt alles griffbereit, wird das Fahrzeug durch Einsatz des Wagenhebers auf die Unterstellböcke aufgebockt. Ein weiterer Unterstellbock gewährleistet, dass das Fahrzeug sicher steht. Zusätzlich werden die noch auf dem Untergrund befindlichen Räder mit Radkeilen gesichert.

Der Wechsel der Bremsbeläge

Steht das Fahrzeug sicher, können die Arbeiten für den Wechsel der Bremsbeläge starten. Die ersten Schritte gleichen der Arbeit bei einem Radwechsel. Die Radmuttern werden gelöst und das Rad mit dem Radkreuz von der Radnabe heruntergenommen. Jetzt ist die Bremse sichtbar. Im weiteren Schritt wird mit dem Inbusschlüssel oder einem Maulschlüssel die untere Schraube des unteren Bremssattels gelöst. Ist das geschehen, wird der Bremssattel zur Seite geklappt, die verschlissenen Bremsbeläge werden herausgenommen und der Bremszylinder zurückgedreht. Dieses geschieht, indem ein alter Bremsbelag mit der verschlissenen Seite auf den Bremszylinder gelegt wird. Anschließend wird bei einigen Fahrzeugen die Rohrzange auf diesen alten Bremsbelag und hinter dem Bremssattel fest zusammengedrückt – und zwar bis der Bremszylinder nach hinten gedrückt ist. Bei diesem Schritt gibt es jedoch auch Ausnahmen. Bei einigen Fahrzeugmarken wie beispielsweise bei Autos der Hersteller VW oder Audi müssen die Bremszylinder der Hinterachse gedreht werden!

Neue Bremsbeläge einsetzen

Bevor die neuen Bremsbeläge eingesetzt werden, sollten vorhandene Verschmutzungen mit dem Schraubenzieher entfernt werden. Die neuen Ersatzteile werden vor dem Einbau mit etwas Bremsenpaste eingeschmiert. Anschließend wird der neue Bremsbelag montiert. Ist dieser korrekt eingesetzt, wird auch der Bremssattel wieder in die richtige Stellung gebracht und fest angebracht. Sind alle Bremsbeläge gegen neue Ersatzteile ausgetauscht, kann das Fahrzeug wieder zu Boden gelassen werden.

Wechsel der Bremsbeläge und Bremsflüssigkeit

Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem Behälter für die Bremsflüssigkeit. Das Zusammendrücken des Bremskolbens verändert den Pegel der Bremsflüssigkeit im entsprechenden Behälter. Tritt sie aus, kann die aggressive Bremsflüssigkeit Lackschäden hervorrufen. Auch ein Hautkontakt ist unbedingt zu vermeiden!

Fazit: Versierte Hobby-Automechaniker können die Bremsbeläge durchaus selbst wechseln und Geld sparen. Andere sollten dieses den Mechanikern der Kfz-Werkstatt überlassen, da es schließlich um die Sicherheit geht.