Winterurlaub-300x225 Mit dem Auto in den Winterurlaub

Mit dem Auto in den Winterurlaub
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Der Winterurlaub naht, und es wird mit dem Auto in die Berge gehen? Wie für jede Reise mit dem Auto in den Urlaub sollte auch die Fahrt während der kalten Jahreszeit gut geplant werden. Dazu gehört, dass das Fahrzeug sorgfältig überprüft wird. Wer gern Auto fährt, sich aber nicht gut genug mit den Kfz-Teilen und ihren Funktionen auskennt, sollte daher das Fahrzeug rechtzeitig in die Kfz-Werkstatt geben.

Winterurlaub erfordert Winterreifen

Bereits seit dem Jahr 2010 ist es in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, das Auto bei winterlichen Straßenverhältnissen und kalten Temperaturen mit entsprechenden Winterreifen auszustatten. Die Winterreifen sorgen durch das besondere Profil für bessere Bodenhaftung. Bevor die Sommerreifen abgenommen und die Winterreifen aufgezogen werden, sollten alle Reifen genau kontrolliert werden. Stimmt die Profiltiefe noch mit den empfohlenen 4 mm überein, oder sind die Reifen verschlissen und müssen diese durch neue Winterreifen oder Ganzjahresreifen ersetzt werden? Es ist ratsam, Winterreifen, die älter als sechs Jahre sind, zu wechseln, da das Material mit der Zeit altert und somit auch die gewünschten Eigenschaften nachlassen. Das wiederum verringert die Fahrsicherheit. Der Wechsel der Reifen sollte genutzt werden, um die Radnaben ebenfalls einem kritischen Blick zu unterziehen. Sie bilden schließlich den Kontakt zwischen Felge und Auto und sollten daher regelmäßig gereinigt und auf Korrosionsschäden gecheckt werden.

Winterreifen – so ist es im europäischen Ausland

Wie in Deutschland sind Winterreifen bei entsprechenden Temperaturen beispielsweise in Schweden, Slowenien und Tschechien vorgeschrieben. In Österreich und in der Schweiz existiert keine generelle Winterreifenpflicht. Dennoch muss das Fahrzeug bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Winterreifen oder Ganzjahresreifen ausgestattet sein. Wer in einen Autounfall verwickelt ist und mit Sommerreifen unterwegs war, hat schlechte Karten. In Belgien, Dänemark, Großbritannien, Kroatien, in den Niederlanden, in Norwegen und in Polen sind Winterreifen beispielsweise nicht generell gesetzlich vorgeschrieben. Stattdessen können Schneeketten angelegt werden. Auch wenn Winterreifen nicht in jedem Land Pflicht sind, empfehlen Autoklubs, das Auto vor der Fahrt in den Winterurlaub und bei entsprechend kalten Temperaturen mit Winterreifen bzw. Ganzjahresreifen auszurüsten.

Winterurlaub – Schneeketten nicht vergessen

Für den Gebrauch von Schneeketten gibt es – wie für die Winterreifen – keine einheitlichen Bestimmungen. Sind Schneeketten zwingend aufzuziehen, wird dieses durch ein blaues Verkehrszeichen mit einem weißen Reifen, der mit einer Schneekette ausgerüstet ist, angezeigt. Besonders in den Bergen sind bei Schnee und Eis Schneeketten nicht nur sinnvoll, sondern manchmal auch Pflicht. Denken Sie unbedingt an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h! Wer regelmäßig mit dem Auto in den Winterurlaub fährt, sollte eigene Schneeketten erwerben. Für den einmaligen Winterurlaub ist es möglich, Schneeketten auszuleihen. Ein Kauf wird erst fällig, sobald die Schneeketten tatsächlich aufgezogen wurden. Informationen hierzu geben deutsche Automobilklubs.

Vor Urlaubsstart den Reifendruck erhöhen

Es geht mit mehreren Personen und mit viel Gepäck mit dem Auto in den Winterurlaub? Dann sollte vor Abfahrt der Reifendruck angepasst und erhöht werden. Angaben zum richtigen Reifendruck geben Hersteller in der Bedienungsanleitung. Hinweise geben diese ebenfalls auf Aufklebern, die entweder im Tankdeckel oder auf der schmalen Seite der geöffneten Fahrertür zu finden sind.

Winterurlaub: Frostschutzmittel nachfüllen, Batterie prüfen

Damit die Wischanlage auch bei Schneefall zuverlässig arbeitet, sollte vor Urlaubsabfahrt das Frostschutzmittel nachgefüllt werden. Selbst bei Minustemperaturen von -25 °C schützt das Frostschutzmittel die Scheibenwischanlage vor Schäden. Die Batterie sollte ebenfalls geprüft werden. Sie arbeitet schließlich nur dann zuverlässig, wenn sie vollständig geladen ist. Eine Kontrolle der Bremsflüssigkeit, des Ölstandes und des Kühlwassers ist außerdem angebracht.

Winterurlaub mit dem Auto: Dichtungen schützen

Ist das Fahrzeug schon etwas älter, können poröse Dichtungen der Autotüren beispielsweise mit Glycerin oder mit Silikon behandelt werden. Dieses verhindert, dass die Autotüren zufrieren.

Erste-Hilfe-Kasten, Warndreieck und Warnweste

Das Verfallsdatum der Erste-Hilfe-Ausrüstung sollte überprüft und die Ausrüstung ggf. erneuert werden. Warndreieck und Warnweste sollten ebenfalls intakt sein.

Fahrt in den Winterurlaub: Gepäck sicher verstauen

Vor der Abfahrt sollten alle Gepäckstücke, Bücher, Spiele, CDs und der Proviant rutschfest und sicher verstaut werden. Dieses verhindert, dass die Gegenstände bei einer Vollbremsung entweder im Kofferraum oder im Fahrzeuginneren nach vorn schleudern und die Fahrtrichtung des Autos zusätzlich negativ beeinflussen. Außerdem könnten herumfliegende Gegenstände im Fahrzeuginneren die Insassen verletzen. Wer einen Dachcontainer nutzt, sollte diesen ebenfalls sorgfältig beladen und Leerräume meiden.

Winterurlaub mit dem Auto: Jederzeit gut sehen und gesehen werden

Schnee, Matsch und Streusalz hinterlassen auf der langen Fahrt in den Winterurlaub und auf Fahrten am Urlaubsziel ihre Spuren an den Scheinwerfern, an den Rücklichtern, an Blinkern und Bremslichtern. Bis zu 50 % Helligkeit verlieren zum Beispiel verdreckte Scheinwerfer. Diese und die Lichtanlage sollten daher in den Pausen auf der Fahrt in den Urlaub, am Urlaubsort und auf der Heimreise regelmäßig gereinigt werden. Das verbessert die Sicht enorm und sorgt dafür, dass Ihr Fahrzeug von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen wird.

Winterurlaub – was außerdem hilfreich ist

Wenn es mit dem Auto in den Winterurlaub geht, ist es ratsam, ein Starthilfekabel, einen Handfeger, neues Enteisungsspray, einen Eiskratzer und eine Frostschutzmatte dabei zu haben.